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Borna Schaf Hermine sorgt in Rötha für Aufsehen
Region Borna Schaf Hermine sorgt in Rötha für Aufsehen
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04:01 06.04.2018
Jana Sgundek und Hermine beim Spaziergang am Stausee Rötha. Quelle: André Neumann
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Rötha

Der Schlosspark in Rötha, der Rundweg um den Stausee und der Auwald in Rötha sind bei Spaziergängern, Joggern und Radfahrern beliebt. In den vergangenen Tagen und Wochen konnten die hier eine nicht alltägliche Begegnung machen. Die Röthaerin Jana Sgundek ging nicht nur mit ihrer spanischen Windhunddame Petty spazieren, sie hatte auch Hermine dabei, ein Lämmchen, dass ihr – mit oder ohne Leine – nicht von der Seite wich.

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Hier am Schlossgelände beginnt der Spaziergang mit Hermine und Hündin Petty.

Die Geschichte, die die 45-Jährige seit dem 21. Februar mit dem winzigen, blütenweißen, an den Füßen und um den Mund schwarz gezeichneten Schäfchen verbindet, ist so hinreißend wie abenteuerlich. Familie Sgundek wollte an jenem Tag während des Winterurlaubs in Tirol in einem Gasthof zum Essen gehen. Dort gab es ein kleines Schafsgehege, offenbar vor allem zur Unterhaltung der Besucher.

Plötzlich hat sie ein Lämmchen

Das Lämmchen war an dem kalten Wintertag geboren worden und lag zitternd am Boden, erinnert sich Jana Sgundek. Die Wirtsleute hatten es offenbar noch nicht bemerkt und auch keine Zeit, sich darum zu kümmern. Der Röthaerin tat das Tier leid, irgendwann sagten die Wirtsleute ihr, wenn sie wolle, könne sie es mitnehmen.

Aus Hermann wurde Hermine

Im Anorak trug Jana Sgundek das neugeborene Schaf in die Ferienwohnung, besorgte Windeln und Milch. Im Auto reiste es mit nach Rötha, wo es seitdem liebevoll versorgt wird. Anfangs wurde Hermine Hermann genannt. Erst mit Hilfe des Internets stellte die Familie fest, dass das Lamm eine Zippe, ein Weibchen ist.

Spaziergang mit Hund und Schaf

Schon frühzeitig nahm Jana Sgundek Hermine auf Spaziergänge mit. Mit Petty und mit der Hauskatze versteht sich das Lämmchen ganz gut, Hund und Schaf sitzen auf dem Weg zum Schlosspark sogar friedlich nebeneinander im Auto. Auf dem Weg um den Stausee oder durch den Wald entwickelt sich bei fast jeder Begegnung ein kurzes Gespräch. Ob beim radelnden Opa mit dem Enkel, bei Bekannten oder bei einem Böhlener, der früher selbst Schafe hütete – Hermine sorgt schnell für Gesprächsstoff.

Lamm soll sich an eine Herde gewöhnen

Bald aber soll das Lamm mit der auffallend weißen Wolle ein Leben in einer richtigen Schafherde führen können. Jana Sgundek bringt es deshalb jetzt tagsüber zu Armin Reiner, der eine kleine Herde Kamerunschafe besitzt. Die weidet am Schlosspark, einige Mutterschafe mit Nachwuchs leben noch auf einer Wiese mit Stall.

Dort soll sich Hermine an ihre neue Familie gewöhnen. Noch lassen die Kameruner Hermine zwar nicht mit in den Stall, deswegen verbringt sie die Nächte noch bei Familie Sgundek. Doch es entsteht schon langsam Nähe. Irgendwann, hofft die Röthaerin, kann Hermine dann ganz unbeschwert mit in der Herde leben.

Von André Neumann

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