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Borna Scherben aus der Römischen Kaiserzeit
Region Borna Scherben aus der Römischen Kaiserzeit
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16:21 03.12.2009

. Interessante Funde aus der Römischen Kaiserzeit förderten die Fachleute zu Tage. Zeugnisse einer Werkzone in einer ehemaligen Siedlung.

Archäologin Petra Schug leitet die seit Mitte Oktober laufenden Ausgrabungen. Akribisch hat sie die zahlreichen Funde für die Nachwelt dokumentiert. Dass sich auf dem Gelände des ehemaligen Fortunaparks etwas finden würde, war den Fachleuten ziemlich klar. Bereits vor dem Neubau der nur wenige Meter entfernten Berufsschule hatte es vor Jahren Grabungen und dann auch Funde gegeben. Auch diesmal wurde es spannend. Die Mitarbeiter stießen auf drei große Gruben – mit einem Durchmesser von je drei Metern: voll mit Keramik, Holzkohle, Lehmbrocken, Eisenschlacke und ganz viel Asche.

Petra Schug ist sich ziemlich sicher, dass es sich um Arbeitsgruben für Metallhandwerker, die im ersten Jahrhundert nach Christus lebten, handelt. Bei den früheren Grabungen waren zwei Ofenbefunde entdeckt worden, wo einst Eisen verhüttet wurde. Das Roheisen wurde – 30 Meter weiter – weiterverarbeitet.

Außergewöhnlich: mehrere kleine Steinbeile. Ein für die Zeit altertümliches Werkzeug, weil es bereits Eisenbeile gab. Vielleicht habe es jemand gefunden und als „Antiquität“ mitgenommen, vermutet die 36-jährige Archäologin, die momentan in Böhlen „einen Bogen vom Jahr 2000 bis zu 30 Millionen Jahre vor Christus“ nachvollzieht. Sie wird nach Abschluss der Grabungen eine Dokumentation fürs Landesamt für Archäologie und ein Investorenheft erstellen. Letzteres ist ein allgemein verständlicher Extrakt der Erkenntnisse, der auch an die Stadt Böhlen gehe.

Saskia Grätz

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