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Borna Schirme in den Wind: Kitesurfen am Hainer See jetzt offiziell erlaubt
Region Borna Schirme in den Wind: Kitesurfen am Hainer See jetzt offiziell erlaubt
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14:56 03.07.2017
Am Hainer See ist das Kitesurfen auf einer Wasserfläche am Nordufer jetzt offiziell erlaubt. Quelle: André Neumann
Neukieritzsch/Kahnsdorf

Der Hainer See ist das bislang einzige Gewässer im Leipziger Neuseenland, auf dem das Kitesurfen offiziell erlaubt ist. Die Landesdirektion Sachsen hat eine so genannte schifffahrtsrechtliche Genehmigung erlassen, wonach diese Sportart auf einer ausgewiesenen Fläche im Norden des Sees erlaubt ist.

Beim Kitesurfen steht der Sportler auf einem Brett (Board) und lässt sich von einem über Schnüre gesteuerten Schirm (Kite) durchs Wasser ziehen. Dazu ist kräftiger Wind erforderlich. Weil die Bedingungen am Hainer See gut sind, zieht es schon seit Jahren viele Freunde des Kitesurfens aus ganz Sachsen hierher. Doch seit die Tagebauseen per Schiffbarkeitserklärung für den Bootsverkehr geöffnet wurden, war das Kitesurfen offiziell nicht mehr statthaft, wurde nur noch geduldet.

Jetzt hat der Hainer See eine Ausnahmegenehmigung bekommen, die zunächst bis Ende 2022 gilt. Das ist auch für Lars Kapitza eine gute Nachricht, der am Nordufer eine Wassersportschule betreibt, in der auch Kitesurfen angeboten wird. Auch Seebetreiber Blauwasser ist zufrieden. „Wir freuen uns sehr, dass nach jahrelangem Hin und Her von der Landesdirektion eine positive Entscheidung zugunsten der Vielfalt des Wassersportes im südlichen Leipziger Neuseenland getroffen wurde“, sagt Stephanie Hirschkorn vom Seemanagement. Sie sieht in der Genehmigung ein Alleinstellungsmerkmal für den Hainer See und hofft auf „weiteren Rückenwind für die touristische Entwicklung“.

Die Genehmigung ist auch mit Auflagen verbunden. Am Zugangsbereich und an der Einstiegsstelle des Surfspots nahe des Campingplatzes muss auf die Nutzungsmöglichkeiten hingewiesen, die zulässige Wasserfläche muss mit Tonnen markiert werden. Wobei Kapitza ohnehin keine Konflikte mit anderen Nutzern des Sees sieht: Bei dem starken Wind, den die Kiter brauchen, fahre kein Segelboot mehr raus, so das Argument.

Von André Neumann

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