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Borna Schlagabtausch zur Will
Region Borna Schlagabtausch zur Will
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17:36 20.07.2011
Das Gebäude der Will. Quelle: Guenther Hunger
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Borna

Karsten Schütze, Vorsitzender der SPD/Grüne-Fraktion im Kreistag, wirft Landrat Gerhard Gey (CDU) vor, die Auflösung sei ein schlechtes Zeichen an die Wirtschaft und zudem von Gey ohne demokratische Legitimation auf den Weg gebracht worden. Damit löste er beim Landrat jedoch größtes Unverständnis aus. „Das ist schlicht und einfach eine falsche Behauptung", so Gey.

In einer Presseerklärung hatte Schütze mitgeteilt, es habe keinen Beschluss zur Auflösung der Will in einem entsprechenden Gremium gegeben. Nach Informationen der LVZ trifft das jedoch nicht zu. Am 14. April wurde demnach in einer Sonderberatung des Aufsichtsrates der Will GmbH mit dem Ältestenrat des Kreistages ein Meinungsbild erstellt. Einhelliges Votum sei es gewesen, die Will nicht weiterzuführen, hieß es danach von Teilnehmern der Runde. Ein Auflösungsbeschluss war das zu jenem Zeitpunkt jedoch noch nicht. Dann allerdings folgten Mitte Juni die Sitzungen des Kreisentwicklungs- und des Kreisausschusses. Und beide Gremien sprachen sich dafür aus, die Auflösung der Will vom Kreistag beschließen zu lassen - der Kreisausschuss nach LVZ-Informationen sogar ohne Gegenstimme.

In Geys Augen sind Schützes Vorwürfe schlechter politischer Stil. Der nachträgliche Protest ist zudem für ihn nicht nachvollziehbar. Sowohl die Landesdirektion als auch die Beratungsgesellschaft Wibera, die momentan den Landkreis auf Effektivität untersucht, hätten den Abbau einer durch die Will entstandenen Parallelstruktur gefordert. Und Versuche, die Gesellschaft auf eine breitere Basis zu stellen und damit zu retten, seien gescheitert. Aus den Kommunen - auch nicht aus jenen, die für die Fortführung der Will waren - sei keinerlei Bereitschaft gezeigt worden, sich an der GmbH zu beteiligen. Der Städte- und Gemeindetag im Kreis habe ebenfalls eine Negativmeldung abgegeben. Unter diesen Voraussetzungen, so Gey, habe letztlich der Kreisausschuss dafür gestimmt, die Auflösung der Will vom Kreistag beschließen zu lassen.

Die Wirtschaftsförderung im Landkreis sei damit aber keineswegs beendet, die notwendigen Aufgaben würden selbstverständlich von den zuständigen Ämtern erfüllt.

Heinrich Lillie

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