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Schmuckstück mit Spareffekt

Schmuckstück mit Spareffekt

 


Borna. Schon der Abriss hat die Gemüter in Borna erhitzt. Das dürfte sich kaum ändern, wenn erst der Nachfolger des früheren Gebäudes an der Ecke Roßmarktsche/Kirchstraße steht.

Die Bornaer Wohnbau- und Siedlungsgesellschaft (BWS) will dort mit einem Neubau für einen echten Hinkucker sorgen – mit einem Wohn- und Geschäftshaus, dessen Bewohner sich über vergleichsweise niedrige Heizkosten freuen dürfen. Gerade einmal reichlich zwei Wochen ist es her, dass das Haus an der Ecke Roßmarktsche/Kirchstraße, das einstmals ein Gardinengeschäft beherbergt hat, dem Abrissbagger zum Opfer fiel. Es war schon lange kein Schmuckstück mehr. Was an seiner Stelle, sofern alles wie geplant läuft, nordöstlich des Marktes entstehen soll, kann sich sehen lassen, ist BWS-Geschäftsführer Jürgen Linke überzeugt. Und in der Tat: Der Neubau, mit dem begonnen werden soll, wenn die Archäologen, die in Sachsen vor jedem Baubeginn mit ihren Untersuchungen zum Zuge kommen, wirkt zumindest für Bornaer Verhältnisse eindrucksvoll. Vor allem aber das Innere des Gebäudes dürfte es von allen anderen Bauwerken in Borna unterscheiden. Es handelt sich um ein so genanntes Energieeffizienzhaus, bei dem nur 70 Prozent dessen an Energie verbraucht wird, was der Gesetzgeber als energietechnischen Mindeststandard vorschreibt. Dafür gibt es auch in schweren Zeiten Fördergeld, das die BWS von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) erhält. Etwa die Hälfte der Gesamtkosten von 2,7 Millionen Euro, so BWS-Chef Jürgen Linke, werde auf diese Weise abgedeckt. Der Rest stammt aus Mitteln des nach wie vor größten städtischen Vermieters. Möglich wird die spezielle Energieeffizienz durch die Nutzung von Erdwärme, was der Fachmann Geothermie nennt. Unter dem Gebäude werden deshalb zwölf Bohrungen mit einer Tiefe von 90 Metern angebracht. Dort hat die Erde eine Temperatur von acht bis zehn Grad, und das reicht aus, um das Haus via Energiekreislauf mit einer Temperatur von 40 bis 50 Grad zu beheizen. Mehr nicht. Schließlich haben die insgesamt 18 Wohnungen sowie Büros allesamt Fußbodenheizung, so dass den Bewohnern bei einer höheren Temperaturen in Wortsinne die Socken qualmen würden. Für die Wohnungen, sagt Linke, gibt es schon eine beachtliche Zahl an Interessenten. Dabei handelt es sich um Zwei-, Drei- und Vier-Raum-Wohnungen, allesamt Mietwohnungen, in einer Größe zwischen 52 und 100 Quadratmetern. Ihre Bewohner, so viel ist klar, dürfen sich über vergleichsweise günstige Heizkosten freuen. Außerdem haben die Wohnquartiere alle Balkons oder Dachterassen sowie hinter dem Gebäude Stellflächen für ihre Fahrzeuge. Neben dem Neubau werden auch die Gebäude in der Nachbarschaft bis zur Kirchstraße 2 saniert, so dass das gesamt Ensemble zu einer Augenweide wird. Für den BWS-Chef ist das Engagement im Stadtzentrum aus mehreren Gründen von Bedeutung. Zum einen entspreche sein Unternehmen auf diese Weise dem zunehmenden Trend der Bornaer, wieder zurück in die Innenstadt zu ziehen. Außerdem reagiert das Unternehmen mit dem Neubau und den Sanierungen unausgesprochen auf den Vorhalt, es würde sich in den besten Bornaer Lagen nicht ausreichend engagieren.

Nikos Natsidis

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