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Borna Schöbel hautnah erlebt - Schlagersänger steht in Borna gemeinsam mit Tochter auf der Bühne
Region Borna Schöbel hautnah erlebt - Schlagersänger steht in Borna gemeinsam mit Tochter auf der Bühne
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17:35 21.03.2010
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Borna

„Das war unsere Jugend.“, so die Bornaerin, die am Sonnabend das restlos ausverkaufte Konzert des Berliners im Stadtkulturhaus besuchte. „Hautnah“ heißt das Programm, mit dem Schöbel und Band derzeit auf Tournee durch kleinere Theater und Konzertsäle sind. Im zweiten Teil stand er in Borna gemeinsam mit Tochter Dominique Lacasa auf der Bühne.  [gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_918] Mit dem ersten Song „Lass es einmal richtig krachen“ stieg er gleich in die Vollen. Schöbel erzählte anschließend über die Anfänge seiner Profikarriere und wie er als Jugendlicher die Gegend um Borna zu umweltverpestenden Braunkohlezeiten empfand. Der in Leipzig aufgewachsene Sänger hat Verwandtschaft im nahe gelegenen Bad Lausick. „Hier in der Gegend bin ich viel gelaufen, habe mir die Lungen so richtig voll gepumpt…“, erzählte er unter schallendem Gelächter. Bei „Heinzelmännchen Quermann“ begann er seine Laufbahn in dessen Nachwuchs-Show im DDR-Fernsehen. Das war 1962. Bereits 1964 landete er mit „Party Twist“ auf Platz 1 der DDR-Rundfunk-Hitparaden. Natürlich gab es von allen Songs auch eine Kostprobe im Kulturhaus. Quer Beet spielte er Lieder, auch von seiner aktuellen CD „Egal, was passiert“. Dasselbe Programm habe Schöbel bereits für das kommende Jahr geplant, wie er seinem Publikum verriet. Dann wird er mit Schlagersängerin Chris Doerk, seiner ersten Ehefrau, auf Tour sein. Im Gespräch mit der LVZ erzählte Schöbel, dass er musikalisch und auch technisch immer versucht hatte, mit der Zeit zu gehen, ohne alles komplett umzukrempeln. „Vielleicht ist das ja der Grund, dass mich die Leute damals wie heute gerne hören“, so der Sänger. Etwas nachdenklich wirkte er, als es um das Thema Mauerfall ging. „Ich bin nie im Westen aufgetreten“, erzählte er. Damit habe er kein Problem. Schlimm finde er nur die Ignoranz, die den Künstlern aus der ehemaligen DDR heute noch entgegen gebracht wird. Dabei sitze sein Management in Hamburg. Auch bekomme er Fanpost aus der Hansestadt und anderen Städten der alten Bundesländer. Doch die Veranstalter zeigen kaum Interesse an Konzerten von Künstlern aus dem Osten. Eine enge Tuchfühlung zu seinen Fans pflegte er schon immer. „Doch der Kontakt darf nicht vorsätzlich sein“, meinte Schöbel. Alles muss mit der Zeit entstehen, ohne sich aufzudrängen. Und das ist ihm bis heute gelungen, wie die Besucher im Stadtkulturhaus bestätigten. Sigrid Liebeheim bezeichnete ihn als „bescheidenen Typ“. Die Neukirchenerin stand im Jahr 2007 als Statist bei Dreharbeiten „In aller Freundschaft“ in Leipzig vor der Kamera, wo Schöbel in der Rolle als „Rocky“ zu sehen war. „Natürlich war ich mehr im Hintergrund“, gab sie zu. Vorgestern besuchte sie zum vierten Mal eines seiner Konzerte. Das erste Mal war zu DDR-Zeiten in der Kongresshalle in der Messestadt. „Es ist immer wieder ein tolles Erlebnis, auch heute.“ Und dann konnte es sich Sigrid Liebeheim doch nicht verkneifen: „Ich bin ein absoluter Schöbel-Fan“, meinte sie und wurde dabei etwas rot im Gesicht.  

Peter Krischunas

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