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Schönheitskur für Villa

Schönheitskur für Villa

In der Villa Lobstädt geben sich die Handwerker die Klinke in die Hand. Die Ärztin Johanna Slipek-Ragnitz ist zufrieden. Genau vor einem Jahr betrat sie die Glück-Auf-Straße 35/37 zum ersten Mal.

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Die Medizinerin Johanna Slipek-Ragnitz achtet sehr darauf, dass die Villa wieder in alter Schönheit entsteht.

Quelle: Cornelia Braun

Lobstädt. Es war Liebe auf den ersten Blick. Hier will sie ein Zentrum für Osteopathie aufbauen. Bereits im zweiten Halbjahr 2013 hat sie vor, ihren Wohn-, Lehr- und Arbeitsbereich nach Lobstädt zu verlegen. Mittlerweile ist die Villa entkernt, wie es in der Bauarbeitersprache heißt. Es lässt sich langsam erahnen, wie einst das Gästehaus des Braunkohlenwerkes Borna aussah. Erbaut wurde es jedoch als Domizil für den Bergdirektor Berg-Ing. Erich Edler von der Planitz. Er war Direktor der Braunkohlenwerke „Dora und Helene" des Duxer Kohlevereins, das 1907 auf Großzössner Gemarkung errichtet wurde. Nun soll das Gästehaus das Domizil von Johanna Slipek-Ragnitz werden. Jede Woche überzeugt sie sich mit ihrer Familie vom Baufortgang. Die aus Bitterfeld stammende Medizinerin, die in Lobstädt eine Praxis für Osteopathie betreiben will, praktiziert derzeit in der Funkenburgstraße in Leipzig. Sie will das Lobstädter Objekt auch nutzen, um Seminarräume einzurichten. Denn sie ist Dozentin am Institut für angewandte Osteopathie. Damit sowohl der Denkmalschutz als auch die Wohn- und Schulungsbedürfnisse in Einklang gebracht werden können, sorgt das Architekturbüro Tkatzik aus Leipzig. So soll das Erdgeschoss als Privatbereich ausgebaut werden. In den Obergeschossen wird sich dagegen der Schulungs- und Übernachtungsbereich für das Institut für Osteopathie befinden. Damit der Privatbereich und der Schulungsbereich getrennt sind, sorgt ein zweiter Treppenaufgang, der sich in einem seperaten Türmchen befindet. Derzeit lässt sich erahnen, wie lichtdurchflutet der Wohnbereich und die Klassenzimmer sein werden. Ein Kleinod wird mit Sicherheit der Treppenaufgang im Privatbereich werden. „Damit die Treppe wieder zur Geltung kommt, müssen wir einige Wände versetzen", erklärt Slipek-Ragnitz. Denn wo sich in kürze ihr Wohnzimmer befinden soll, stand vor wenigen Tagen noch eine Bühne, die zum Teil in das Treppenhaus hineinragte. Überall sind die Holzverkleidungen mit Decken behangen. „Wir wollen, dass die Verkleidung nicht weiter beschädigt wird", sagt die Medizinerin. Mittlerweile ist die Villa eingerüstet. „Noch vor Wintereinbruch soll das Dach neu eingedeckt und die Fenster erneuert werden", so die Ärztin. „Wenn alles planmäßig weiter verläuft, hoffe ich, dass meine Familie in den nächsten Sommerferien einziehen kann und die ersten Studenten im September 2013 das Gebäude betreten können. Derzeit brennt ihr jedoch noch das Parkplatzproblem unter den Nägeln. „Wir haben die Auflage erhalten, mindestens acht Parkplätze auf dem Gelände zu schaffen", erzählt sie. Laut Denkmalschutz und Architekturbüro sei das jedoch problematisch. „Die Gartenanlage steht unter Denkmalschutz. Im Baumkataster sind 160 Bäume erfasst", weiß sie. Dabei zeigt sie auf einen äußerst seltenen Baum, die Schwarzkiefer. „Ich hoffe, dass wir uns mit den Ämtern einigen können, dass wir keine Parkplätze vorhalten müssen. „Die Klassen werden nur aus 15 bis 20 Leuten bestehen", gibt sie zu bedenken. Die Ausbildung würde nur donnerstags bis sonntags erfolgen. Auch sei die Praxis ein ruhiger Betrieb. Es ginge alles nur nach Terminvereinbarung. Die Studenten und die Patienten könnten ihre Fahrzeuge auf dem Parkplatz am Sportlerheim in Lobstädt abstellen. „Das würde niemanden stören", meint sie. Außerdem würde es auch nicht schaden, wenn hin und wieder ein Fahrzeug in der Glück-Auf-Straße geparkt würde. „Es ist unvorstellbar, mit welchen Geschwindigkeiten so mancher Fahrzeugführer durch die Straße fährt", meint Slipek-Ragnitz. Noch keine Lösung gäbe es derzeit für das Kutscherhaus, das sich gegenüber der Villa befindet. Ideen wären vorhanden, doch diese umzusetzen, koste viel Geld.

Cornelia Braun

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