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Borna Schüler arbeiten Bergbaugeschichte auf
Region Borna Schüler arbeiten Bergbaugeschichte auf
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18:18 15.05.2018
Die Teichgymnasiasten präsentieren ihre Facharbeiten zur Bergbaugeschichte mit Lehrerin Steffi Kohlmetz (3. v. r.). Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

Die Bergbaugeschichte ist in Borna unübersehbar. Dennoch ist es nicht immer ganz leicht, Informationen darüber zu erhalten. Das hat auch Julia Weiß mitbekommen, als sie sich im Rahmen einer Facharbeit auch an die Deutsche Erdöl AG wandte. Dem Unternehmen gehörte einst das spätere LMBV-Gebäude in der Röthaer Straße; auf Anfragen der Schülerin reagierte es aber nicht.

Bergbauerlebnispfad soll entstehen

Die Zehntklässlerin vom Teichgymnasium gehört zu den Mädchen und Jungen, die am Dienstag im Rathaus ihre Facharbeiten vorstellten. Die sollen bei der geplanten Errichtung eines Bergbauerlebnispfades durch Borna Verwendung finden.

Entstanden war die Idee, als sich Rudolf Lehmann, langjähriger Chef der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltung (LMBV), der auch mit 83 Jahren noch für die Bergbaugeschichte brennt, an Lehrerin Steffi Kohlmetz wandte, um die Schule zur Mitarbeit an der Gestaltung des Bergbauerlebnispfades zu gewinnen.

Jahresarbeiten sind entstanden

Das Ergebnis sind Jahresarbeiten, wie sie jeder Zehntklässler abzuliefern hat und in denen sich die Gymnasiasten mit der Kohle und ihren Folgen auseinandergesetzt haben.

Dabei beschäftigte sich etwa Johannes Ilte mit der einstigen Brikettfabrik Borna, die 1996 gesprengt wurde, während Malina Mansch Zeitzeugen zum Harthsee in Neukirchen befragte. Lisa Schönberg nahm die Adria unter die Lupe, Sophie Wagner den Bockwitzer See und Michelle Friedrich die Brikettfabrik Witznitz.

Informationstafeln sind geplant

Allesamt bergbaugeschichtlich relevante Orte, die in Zukunft auf Informationstafeln im Stadtgebiet beleuchtet werden sollen. Laura Pfau schließlich beschäftigte sich damit, wie sich der Erlebnispfad auch von Geocachern, also in Form einer modernen Schnitzeljagd, nutzen lässt.

Damit aus der Idee Realität wird, bemüht sich der Förderverein zum Aufbau eines Dokumentationszentrums Industriekulturlandschaft Mitteldeutschland (DokMitt) um Fördermittel, kündigte Veronique Töpel vom Sächsischen Wirtschaftsarchiv an. Die Informationstafeln könnten dann am Bockwitzer See oder in Blumroda stehen.

„Oder beiderseits der Röthaer Straße“, wie Rudolf Lehmann erklärte. Dort befindet sich nicht nur das vormalige LMBV- und DEA-Gebäude. Auch Borna-Nord, wohin einst eine Kohlenbahn führte, hat eine Bergbauvergangenheit. Lehmann: „Das ist alles Kippengelände.“

Von Nikos Natsidis

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