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Borna Schüler aus Niederösterreich besuchen Groitzsch
Region Borna Schüler aus Niederösterreich besuchen Groitzsch
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05:02 16.04.2018
Eine herzliche Aufnahme hat der Niederösterreicher Robert Krickl (3. v. l.) während seines Groitzsch-Besuchs beim Naturfreunde- und Heimatverein gefunden. Ende Mai kommen nun Schüler aus Brunn am Gebirge in die Schusterstadt. Quelle: Gislinde Redepenning
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Groitzsch

Da bahnt sich ein engerer Kontakt über Ländergrenzen an. Mit dem Besuch von Kindern soll die eingeschlafene Beziehung zwischen der Stadt Groitzsch und dem niederösterreichischen Brunn am Gebirge aufgefrischt werden. Die einheimischen Bürgermeister Maik Kunze (CDU) und Grundschulleiter Christian Jauer haben jetzt Details dieses Aufenthalts abgestimmt.

Robert Krickl aus Brunn am Gebirge in Niederösterreich, der Initiator der sich anbahnenden Partnerschaft. Quelle: privat

Den Anstoß hatte Robert Krickl aus der Marktgemeinde im Nachbarland gegeben, als er auf alte Zeitungsartikel über eine Verbindung der Orte während der Weltwirtschaftskrise in den späten 1920er-Jahren gestoßen war. Nach einem ersten Informationsaustausch 2015 war er im vergangenen September selbst den Spuren nach Sachsen gefolgt. Nun sind für Ende Mai Viertklässler aus dem Alpenland in der Schusterstadt avisiert.

Vorgesehen ist, dass die Mädchen und Jungen aus der Volksschule Brunn nach ihrem Eintreffen am späten Nachmittag des 28. Mai einen Empfang beim Bürgermeister erhalten. „Zur Übernachtung geht es für sie in die Neuseenmühle Berndorf“, sagt Kunze. „Sie werden sicherlich müde von ihrer Busreise sein, die bestimmt zehn Stunden dauern dürfte.“

Tags darauf, haben er und Jauer vereinbart, sollen für sie eine Tagebau-Tour und eine Fahrt zum Markkleeberger See organisiert werden. „Da können wir ihnen den Spagat in unserer Region zwischen dem Kohleabbau und der landschaftlichen Entwicklung danach zeigen.“ Auch ein Stadtrundgang in Groitzsch und ein Grillfest, dieses wieder in Berndorf, seien angedacht.

Groitzscher Kinder begleiten die Gäste

Begleitet werden die jungen Österreicher bei ihren Aktivitäten von hiesigen Gleichaltrigen. „Die kommen wohl aus der Klasse 4 b“, meint Kunze. Zwischen den Schülern haben es in den vergangenen Monaten schon Briefkontakt gegeben. Den hatte Krickl angeschoben.

Der Mineraloge und Kristallograf mit Doktortitel, auch Historiker und Weinfachmann, war bei Studien auf eine Art Gemeindepartnerschaft gestoßen. Vor rund 90 Jahren hatte Brunn am Gebirge Hilfsgüter nach Groitzsch geschickt, um die Not der Menschen in der Weltwirtschaftskrise zu lindern. Kinder von hier waren zum Pflegeurlaub in die Gemeinde südlich von Wien geholt worden. Später habe es rührende Dankesbriefe gegeben. Der Städtekontakt sei in den Wirren des Zweiten Weltkriegs verloren gegangen.

Vergessene Verbindung wieder beleben

Dieses „vergessene historische Band“ arbeitet der 36-Jährige, der sich selbst als Wissenschaftskommunikator sieht („Das ist meine Lebensaufgabe.“), seitdem auf. Und er möchte es wieder beleben. Telefonate und E-Mails waren der Anfang, der Besuch Anfang Herbst die Fortsetzung.

Danach schwärmte er von seinem herzlichsten Erlebnis 2017: „Selten habe ich eine so schöne und interessante Stadt und vor allem so viel geschichtliches Interesse und Gastfreundschaft erlebt!“ Keine Frage, er will mit den Brunner Schülern im nächsten Monat wieder nach Groitzsch kommen.

Von Olaf Krenz

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