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Schüler befragen Migranten aus Polen und Litauen

Schüler befragen Migranten aus Polen und Litauen

Im März sollen im Museum die Ergebnisse des Projekts "Ortswechsel" präsentiert werden. Es handelt sich um ein Projekt, in dem Schüler Flüchtlinge befragen und die Ergebnisse ihrer Arbeiten unter professioneller Anleitung museal aufbereiten.

Borna. Das Bornaer Museum ist eine eher kleine Einrichtung. Dennoch beschreiten die Museumsmacherinnen Gabriele Kämpfner und Marie Breinl bisweilen ungewöhnliche Wege. So auch seit Ende letzten Jahres, als Schüler aufgerufen wurden, sich am Projekt "Ortswechsel" zu beteiligen, in dem Migrationsgeschichten in Borna beleuchtet werden sollen (die LVZ berichtete). Ein Projekt, bei dem das Museum mit dem Kinder und Jugendparlament zusammenarbeitet und das von der Türkischen Gemeinde in Deutschland und dem Bundesbildungsministerium unterstützt wird. Mittlerweile sind zwölf Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren mit dabei. Es handelt sich um Schüler des Teichgymnasiums und der Dinterschule sowie von der Kitzscheraner Oberschule. Sie wollen Leute interviewen, die ihre Heimat verlassen haben und seither in Borna zu Hause sind.

Wie Museologin Breinl sagt, haben die jungen Leute Migranten aus Litauen, Griechenland und Polen als Gesprächspartner gewonnen. Mitglieder des Vereins Bon Courage wollen weitere Flüchtlinge befragen. Gesucht werden auch Objekte, die die Menschen, die aus der Fremde nach Borna gekommen sind, mit ihrer Heimat oder auch mit ihrem neuen Wohnort verbinden. Sie sollen dann in der Ausstellung gezeigt werden.

Im Vorfeld gibt es Workshops im Museum mit den Schülern, zu denen auch der Besuch des Zeitgeschichtlichen Forums in Leipzig gehört. Schließlich, so Museumsmitarbeiterin Breinl, sollen die jungen Leute lernen, wie eine Ausstellung vorbereitet wird, wie die Ausstellungsstücke präsentiert werden und die Begleittexte zu schreiben sind. Im Endeffekt werden die Befragungen medial aufbereitet, so dass sie die Besucher über Kopfhörer zu hören bekommen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.01.2014
Nikos Natsidis

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