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Borna Schüler lassen Allee wachsen
Region Borna Schüler lassen Allee wachsen
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17:16 19.05.2015
Schüler aus Regis-Breitingen pflanzen gemeinsam mit dem Revierleiter Christoph Seifert (2. v. r.) Bäume auf der Haselbacher Kippe. Quelle: Peter Krischunas

Dort pflanzten gestern 19 Mittelschüler aus Regis-Breitingen zwölf junge Bäumchen am Straßenrand.

Damit führten sie die Aktion "Baum-des-Jahres-Allee" unter Leitung von Seifert weiter. Das war alles andere als ein kleiner Radausflug. Schottersteine und unzählig viele Wurzeln erschwerten den Schülern der Klasse 8a die Arbeit. Doch sie schaufelten und gruben, was das Zeug hielt. Christoph Seifert hatte einige Mitarbeiter und Kollegen und Auszubildende aus seinem und anderen Forstrevieren mitgebracht, die die Jugendlichen anleiteten. Sie gruben Löcher für die Ständer der Informationstafeln, für die Bäumchen und für die Schutzzäune. Vier Waldgebiete im Süden des Forstbezirks Leipzig gehören zu Seiferts Revier: das Schildholz und Fürstenholz zwischen Flößberg und Bad Lausick und das Oberholz bei Großpösna. Dass er ausgerechnet sein viertes Revier, das Haselbacher Kippengelände, für die Baumallee wählte, liegt für ihn auf der Hand. "Die anderen Waldgebiete haben bereits touristische Anziehungspunkte." Hier in den Landeswaldteilen der Haselbacher Kippe fehlte es bis vor wenigen Jahren noch an einer Attraktion. Neben den zwei Wild-Apfel-Bäumchen wurden gestern noch weitere Bäume des Jahres aus den Vorjahren gepflanzt: Wacholder (2002), Esche (2001), Sand-Birke (2000), Silber-Weide (1999) und Wild-Birne (1998).

Klassenlehrerin Ines Kreuziger war beeindruckt von dem Engagement ihrer Schüler. "Es ist ja nicht so, dass sie nur zum Spaß hier sind. Sie bekommen durch die Pflanzungen auch einiges an Wissen vermittelt", sagte die Lehrerin für Geografie, Englisch und Russisch. Emely Hasselberg, Melanie Rabsch und Lisa Herold waren bereits im vergangenen Jahr bei der Pflanzaktion dabei. Damals wurde die Allee mit dem Baum des Jahres 2012, der Europäischen Lärche, sowie den Bäumen des Jahres von 2003 bis 2007 bepflanzt. Die Schülerinnen nahmen die Aktion gerne als "unterrichtsfrei" mit, erkannten aber auch den Sinn der Sache, nämlich die Verbindung zur Natur. Die hat Emely Hasselberg schon durch ihr Hobby, das Reiten. "Ich bin viel mit dem Pferd im Wald unterwegs und finde es wichtig, dass wir etwas für die Natur tun", erzählte die Haselbacherin. Auch Lisa Herold aus Borna ist in ihrer Freizeit viel in der Landschaft unterwegs, mit ihren Eltern auf Radtouren. "Hier lernen wir auch einiges darüber, wie man Bäume richtig pflanzt und was die Arten ausmacht", so die Achtklässlerin.

Damit hatte Förster Christoph Seifert sein Ziel erreicht, nämlich der Respekt der Schüler vor der Natur.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.04.2013

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