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Borna Schülerin aus Borna gibt Moldawiern Einblick in Schullaufbahn
Region Borna Schülerin aus Borna gibt Moldawiern Einblick in Schullaufbahn
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16:00 24.06.2017
Celina Hildebrandt (links) spricht mit hochrangigem Besuch aus Moldawien über das deutsche Schulsystem und Praktika. Quelle: privat
Borna

Ein Praktikum birgt so manche Überraschungen. Das hat kürzlich Celina Hildebrandt vom Bornaer Gymnasium Am Breiten Teich erfahren. Zwei Wochen lang hatte sie Einblick in die Abläufe und Strukturen der Arbeitsagentur für Arbeit in Leipzig, doch schon nach wenigen Tagen wurde ihr gut vorbereiteter Wochenplan über den Haufen geworfen. Der Grund: Die 15-Jährige sollte kurzfristig vor einer Delegation aus Moldawien sprechen.

Die spontane Aufgabe löste sie laut Nadja Arndt, Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit, mit Bravour, „unsere Gäste waren wirklich beeindruckt“. Dabei war das Praktikum in der Messestadt eher ein Plan B für die Schülerin. „Plan A ist es, Ärztin zu werden“, sagt sie. Allerdings war an ein Praktikumsplatz in der Sana-Klinik nur schwer ranzukommen. Viele aus ihrer Klasse hatten sich dort beworben und bei der Vergabe Glück. Die zwei Wochen in der Agentur kamen Celina Hildebrandt dennoch gelegen – „mir ist es wichtig, mit Menschen zu arbeiten“, macht sie deutlich.

Aus Moldawien waren unter anderem die Staatssekretärin im Bildungsministerium, Fruncza Danail, der Präsident der Arbeitgebervereinigung, Leonid Cerescu, und der Präsident der Nationalen Agentur für Ausbildung, Andrei Chiciuc, zu Gast in Leipzig. Die Delegation nutzte nicht nur die Gelegenheit, die Aufgaben einer Arbeitsagentur kennen zu lernen, sondern sich auch über Bildungswege in Deutschland zu informieren.

„Die Moldawier waren überrascht, dass es hier Schülerpraktika gibt, die jeder machen muss“, erklärte Celina Hildebrandt anschließend. Etwa zwei Stunden saß sie mit dem Besuch zusammen, Themen waren die Schullaufbahn, ihr Wunsch, Ärztin werden zu wollen, und Traumberufe. Vieles von dem erzählte sie auf Englisch, ein Dolmetscher half im Notfall aus.

Ursprünglich war ein derart langes Gespräch gar nicht angedacht, allerdings legte ein Stromausfall während des Treffens eine Präsentation über die Arbeitsagentur lahm, weshalb Celina Hildebrandt gebeten wurde, ausführlich zu berichten. „Schwer gefallen ist mir das nicht, ich bin recht aufgeschlossen“, sagte sie. Doch trotz der ungewöhnlichen Begegnung hält sie an ihrem eigentlichen Berufswunsch fest. Auf eigene Faust will sie im nächsten Jahr sowohl ein Praktikum in einer Zahnarztpraxis als auch im Bornaer Klinikum machen. „Es reizt mich sehr, Menschen helfen zu können“, begründet sie. Unklar sei bisher allerdings, ob sie Blut sehen könne. Die Gelegenheit, das auszuprobieren, hatte die künftige Zehntklässlerin noch nicht.

Von Julia Tonne

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