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Borna Schülerverkehr wird teurer
Region Borna Schülerverkehr wird teurer
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13:55 19.05.2015
Für die Schülerbeförderung muss der Landkreis in diesem Jahr tiefer in die Tasche greifen. Quelle: Thomas Kube

Der Kreis entnimmt dafür 150 000 Euro aus dem offensichtlich gut gefüllten Topf der Bußgelder. Die anderen Mittel kommen aus der Position Unterkunftskosten für Hartz-IV-Empfänger, die geringer ausfallen als gedacht.

Wenn Schüler auf Bus oder Bahn angewiesen sind, um zur Schule zu kommen, erstattet der Landkreis einen Großteil der Kosten. Der elterliche Anteil für den fahrenden Sprössling liegt bei jährlich 100 Euro, durchschnittlich 430 Euro übernimmt das Landratsamt. Für 2014 sind im Haushalt allein für den Posten der Schülerbeförderung 6,37 Millionen Euro eingestellt.

Allerdings nutzen in diesem Jahr etwa 550 Schüler mehr, als das Landratsamt kalkuliert hatte, die öffentlichen Verkehrsmittel. Dadurch steigen die Aufwendungen für Fahrkarten um 380 000 Euro.

Ein Grund sei der allgemeine Anstieg der Schülerzahlen im Landkreis, heißt es in der Beschlussbegründung. Vor allem würden mehr Oberschüler für den Schulweg in Bus und Bahn steigen müssen. Auch die jetzt abgeschlossene Konzentration des Beruflichen Schulzentrums Leipziger Land in Böhlen schlägt ins Kontor. Laut Landratsamt gebe es dadurch mehr Fahrschüler vor allem aus Markkleeberg, Espenhain, Regis-Breitingen und Borna. Die Schließung der Grundschule Borsdorf wirkt sich ebenfalls aus. Die 90 Kinder fahren seit vorigem Schuljahr nach Panitzsch. Ein weiterer Grund für die Kostenexplosion ist laut Landratsamt der Anstieg der Schülerzahlen an den freien Schulen. Nicht zuletzt ist auch die Beförderung erwachsener Asylbewerber zu bezahlen, die nach Böhlen, Borna und Grimma zum Deutschunterricht fahren. Hier rechnet das Landratsamt mit einem bislang nicht kalkulierten Aufwand von 30 000 Euro.

Teurer wird auch der sogenannte Vertragsverkehr: um etwa 50 000 Euro. In separaten Bussen außerhalb des Linienverkehrs werden vor allem Mädchen und Jungen der Schulen für geistig Behinderte und der Lernförderschulen transportiert. Die gestiegenen Dieselpreise seien ein Grund für die Verteuerung, heißt es im Beschluss. Zudem seien verstärkt Lernförderschüler auf diese Beförderungsart angewiesen, weil sie aufgrund amtsärztlicher Gutachten nicht in der Lage seien, den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPVN) zu nutzen. Schließlich könnten Kinder und Jugendliche, die integrativ beschult werden, oft nicht eine Schule mit ÖPNV-Anbindung besuchen.

Unterm Strich fehlen dem Landkreis deshalb in diesem Jahr 380 000 Euro für die Schülerbeförderung. Da er vom Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig einen höheren Zuschuss erhält, beschränkte sich die Umschichtung im Haushalt auf 216 000 Euro.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.09.2014
Frank Prenzel

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