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Borna Schule lässt Herzen höher schlagen
Region Borna Schule lässt Herzen höher schlagen
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16:42 24.08.2012
Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte „Regenbogenland“ nutzen die Gelegenheit, um schon einmal das vielfältige Spielzeug in den Horträumen der neuen Grundschule in Regis-Breitingen auszuprobieren. Quelle: Jakob Richter
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Regis-Breitingen

Lehrer, Horterzieher und viele fleißige Helfer räumten das neue Schulgebäude Am Stadion 31 ein.  In einem der vier Klassenzimmer, wie alle Schulräume ein lichtdurchfluteter Raum mit großen Fenstern, üben Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte der AWO „Regenbogenland" für die kleine Feierstunde zur Einweihung der Grundschule am 29. August. „Wir freuen uns sehr auf diesen Tag", gerät die Schulleiterin, Undine Winkler, ins Schwärmen. „In so eine moderne Schule wäre ich auch gern gegangen", sagt sie. „Ich bin erst seit acht Jahren als Schulleiterin in Regis-Breitingen. Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass ich einmal in so einer tollen Schule unterrichten darf", sagt sie. Im Vorfeld hatte sie ihre Wunschschule schon einmal gesehen. „In Großlehna baute der gleiche Architekt eine ähnliche Schule", erzählt sie. Die Leiterin der AWO-Kindertagesstätte „Regenbogenland", Sabine Böttcher, fasste ihre Eindrücke in einem Wort zusammen: „Faszinierend." Die Deutzenerin ist seit diesem Jahr die Chefin der Einrichtung und freute sich, dass der Hort aus der Containerübergangslösung in die Schule einziehen konnte. „Doch das Beste ist, dass wir voraussichtlich eine Betriebserlaubnis für 120 Hortkinder bekommen. Derzeit besuchen 80 Mädchen und Jungen den Hort. „Wenn die Schule in den nächsten Jahren voll ausgelastet ist, brauchen wir die Kapazität", erklärt sie. Das bestätigte die Schulleiterin: „Wir sind einzügig ausgelegt. Wenn wir die volle Klassenstärke von der ersten bis vierten Klasse haben, sind die Plätze erforderlich." Sichtlich erleichtert, war gestern der Bauamtsleiter der Stadt Regis Breitingen, Uwe Zetsche. „Wir haben seit 2008 für die Schule gekämpft. Keiner hat geglaubt, dass wir das Projekt nur in neun Monaten umsetzen", sagt er strahlend. 1,2 Millionen Euro flossen in den Standort. 65 Prozent davon gefördert, der Rest sind Eigenmittel. „Die Stadträte haben stets hinter dem Projekt gestanden", erzählt Zetsche. FDP-Stadtrat Werner Heiche, der 1. Stellvertreter des Bürgermeisters, habe fast jeden Tag nach dem Rechten gesehen. Doch auch Bürgermeister Thomas Kratzsch (CDU) sei trotz langer Krankheit stets auf der Baustelle gewesen. Nicht zu letzt besichtigten die Stadträte die Baustelle, um sich von dem Fortgang der Arbeiten zu überzeugen. Damit möglichst viele regionale Firmen zum Einsatz kamen, wurden die Arbeiten in 28 Lose unterteilt. Gestern nun wurde noch an dem Verbindungsstück zwischen der Schule und der Sporthalle gebaut. „Dieser Teilabschnitt wird leider nicht bis Mittwoch fertig, da zu Beginn der Maßnahme nur eine leichtere Überdachung geplant war, die jetzt massiv gebaut wird", sagt der Bauamtsleiter. „Wir sind eine Pantoffelschule und wollen, dass auch die Kinder im Winter trockenen Fußes von der Schule in die Turnhalle gelangen", begründet er die nachträgliche Entscheidung. „Diese Maßnahme kostet noch 50 000 Euro", erklärt er. Allerdings sei er zuversichtlich, dass der geplante finanzielle Rahmen eingehalten werde. Darüber ist Bürgermeister Thomas Kratzsch glücklich. Doch besonders freute er sich über die „fleißigen Bienen" im Schulgebäude. „Selbst am Montag bei der brütenden Hitze waren die Horterzieherin Bärbel Pröhl und die Vorruheständlerin Doris Hasselberg unermüdlich auf den Beinen, um die Hortzimmer einzurichten", sagt er. Gestern nun standen Lehrerinnen, Hortnerinnen und weitere Helfer vor Kisten, um diese unter anderem in den Klassen-, Hortzimmern und im Mehrzweckraum auszupacken. So richteten die ehemalige Lehrerin Regina Uhlemann und ihre Schwester Christa Schulz die offene Bücherei im Mehrzweckraum der Schule ein. „Wir freuen uns auf den Tag der offenen Tür am Mittwoch von 16 bis 18 Uhr. Da werden die Gäste staunen, was sich hinter den Mauern der Schule verbirgt", sagen sie. Denn während am Vormittag nur geladene Gäste den Neubau ansehen können, steht er am Nachmittag für alle Interessierte offen. „Wir haben viel vorbereitet", erzählt die Kindertagesstättenleiterin Böttcher. So gibt es eine Zaubershow, eine Tombola, einen Kuchenbasar und einen Basteltisch. Doch diese Dinge geraten wohl an diesem Tag in den Hintergrund. Vielmehr werden sich die Besucher mit Sicherheit nicht satt sehen können, an den Räumlichkeiten, und dem Mobiliar der Schule. Dabei lohnt sich auch ein Blick aus den Klassenzimmern. Dort entsteht ein wunderschöner Spielplatz, der als Pausenhof dienen wird. Dieser ist eingebettet in die Sportanlagen der Stadt Regis-Breitingen, die die Kinder ebenso nutzen können.

Cornelia Braun

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