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Borna Schwelgen in alten Zeiten
Region Borna Schwelgen in alten Zeiten
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14:55 19.05.2015

Denn die Zusammenkunft Ehemaliger fand nicht wie in den Jahren zuvor im Kastanienhof Lobstädt statt, sondern im Bornaer Stadtkulturhaus.

"Wir haben einen passenden Ort gesucht, der sich in Borna befindet, damit der Bezug zum Gymnasium greifbarer ist", sagte Jens Staacke vom Förderverein des Gymnasiums, welcher die Organisation innehatte. Doch nicht nur der Veranstaltungsort war ein Novum, sondern auch, dass es diesmal ein feststehendes Programm gab. "Wir haben in diesem Jahr einen Moderator, den Lukas Karthe aus der elften Klasse, der durchs Programm führt. Zudem wird die Schülerband mehr als zehn Songs zum Besten geben und die Tanzgruppe Nic's Dance Factory aus Prießnitz wird für weitere Unterhaltung sorgen", so Mathematiklehrer Staacke. "Wir sind das erste Mal beim Absolvententreffen. Wir haben 2009 Abitur gemacht und uns heute mit ehemaligen Schulfreunden verabredet. Und sind sehr gespannt, was aus allen geworden ist", so die Bornaerinnen Franzi Rülkei und Stephanie Stadtler. Berndt Hösler, Lehrer für Mathematik, Physik und Informatik und auch ehemaliger Lehrer am Pestalozzi-Gymnasium erzählte, dass er sich freue, dass auch Ehemalige der damaligen EOS erneut anwesend sind. Und so begab sich die LVZ auf die Suche nach den Ältesten beim Absolvententreffen - mit Erfolg. "Ich komme jedes Jahr zum Absolvententreffen, und das seit 40 Jahren", erzählte die Bornaerin Margret Neumann: "Wir sind ein fester Kern von ungefähr zehn Leuten, die sich immer wieder hier treffen. Aber auch die jungen Leute kennen wir natürlich durch unsere eigene Kinder und es macht Spaß, Erfahrungen auszutauschen. Zum Beispiel wie das Studium heute ist und wie es damals bei uns war", so die Schülerin des Jahrgangs 1973 der EOS "Wilhelm Pieck" Borna.

Und auch in diesem Jahr fanden sich wieder zahlreiche Schüler zum geselligen Beisammensein ein. Rund 400 Gäste wurden laut Staacke erwartet. Und wohl auch erreicht, da bereits um 21 Uhr über 300 Ehemalige im Stadtkulturhaus waren. Übrigens bis ins Jahr 2007 gab es noch zwei getrennte Absolvententreffen, die des noch bestehenden Gymnasiums am Breiten Teich und die des ehemaligen Pestalozzi-Gymnasiums. "Da es immer weniger Ehemalige des Pestalozzi-Gymnasiums wurden, haben wir die beiden Treffen verschmelzen lassen und organisieren nur noch das eine gemeinsame", so Staacke. Grund dafür ist, dass zu den Treffen meistens die letzten Jahrgänge kommen, deshalb war auch in diesem Jahr ein Überschuss an ehemaligen Schülern des Teichgymnasiums vorhanden.

"Ich komme jedes Jahr hierher. Natürlich um vorrangig ehemalige Schulkameraden von mir vom Pestalozzi-Gymnasium zutreffen, aber durch meinen damaligen Sport dem Fußball, kenne ich natürlich auch viele Schüler vom Teichgymnasium", sagte der selbstständige Bauingenieur Stefan Staudacher.

Gründe für ein solches Absolvententreffen gibt es laut Staacke genug. "Natürlich zum einen, dass man alte Schulkameraden, aber auch Lehrer wiedertrifft und über alte Zeiten redet, aber auch erfährt, was aus allen geworden ist." Zudem zeige das Kommen der zahlreichen Schüler ihre Identifikation mit der Schule, "dass sie gern hier gewesen sind." Marvin Matuszak: "Ich habe gerade erst mein Abi in der Tasche und studiere jetzt in Darmstadt Informatik. Ich bin hier, um meine Schulkameraden zu treffen, aber auch um mit meinen ehemaligen Lehrern zu plaudern." Übrigens fanden alle Schüler den Zeitpunkt für das Absolvententreffen nach Weihnachten sehr gut gewählt, da fast alle Schüler, die weit in Deutschland verteilt arbeiten und studieren, in der Weihnachtszeit aber bei ihren Familien einkehren und so nicht extra Urlaub für diesen besonderen Tag nehmen müssen. Und so wurde bis in die Nacht hinein in alten Zeiten geschwelgt, gemeinsam gefeiert und Rufnummern ausgetauscht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 30.12.2013
Nicole Rathge-Scholz

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