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Borna Schwieriger Baugrund – Fertigstellung der Autobahn 72 verzögert sich
Region Borna Schwieriger Baugrund – Fertigstellung der Autobahn 72 verzögert sich
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00:34 21.01.2016
Die neue Autobahnbrücke zwischen Hainer See und Espenhain. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna/Rötha


Das hänge vor allem mit dem „anspruchsvollen Baugrund“ zusammen, bei dem es sich um ehemaliges Bergbaugelände mit Hohlräumen handle. Die aktuellen Gesamtkosten für den Autobahnabschnitt belaufen sich auf etwa 125 Millionen Euro. Der Bau der Strecke von Borna nach Rötha sei aber nur ein Zwischenschritt für die gesamte Autobahn zwischen Chemnitz und Leipzig, bis der nächste Abschnitt von Rötha bis zur A 38 fertiggestellt und die A 72 als Achse vom Bayerischen Vogtland bis in die größte sächsische Stadt genutzt werden könne, so Siebert weiter.

Auf dem nächsten Abschnitt liege daher jetzt auch das Hauptaugenmerk bei der weiteren Ausführungsplanung und Ausschreibung. Die Strecke sei ähnlich anspruchsvoll hinsichtlich des Baugrundes. Hinzu komme, dass der Bau der neuen Autobahn hier auch zu Verkehrseinschränkungen führen dürfte. Etwa zwei Drittel der Trasse von Rötha bis zur A 38 werden auf der bisherigen Bundesstraße 95 errichtet. Gegenwärtig werde hier das Baufeld freigemacht, wobei vor allem Leitungen verlegt werden müssen, erklärt die Lasuv-Sprecherin weiter.

Bereits in zweiten Quartal 2016 sollen die Arbeiten an einzelnen Bauwerken beginnen. Siebert: „Wir streben an, im kommenden Sommer die Ausführungsplanung so weit abzuschließen, dass die Hauptbauleistung ausgeschrieben werden kann.“ Nach der Auftragsvergabe wird „eine belastbare Aussage möglich sein“, wann der Abschnitt fertiggestellt werden kann und die neue Autobahn durchgängig von Chemnitz bis zur A 38 befahrbar ist.

Das ist dann nach Angaben der Lasuv-Sprecherin auch der Zeitpunkt, zu dem die B 95 zurückgebaut wird. Zwar bleibe eine Fahrbahn in jeder Richtung erhalten und werde weiter als Straße genutzt. Ein Teil der zurückgebauten Fahrbahnen werde zu Radwegen. Weil der Verkehr auf der bisherigen B 95 als Folge der neuen durchgängigen A 72 zurückgeht, werde die derzeit vierspurige Trasse in dieser Form nicht mehr benötigt. Außerdem sei das Lasuv als verantwortliche Behörde verpflichtet, Eingriffe in die Natur, wie es der Autobahnneubau durch die Versiegelung von Flächen sei, zu kompensieren. Siebert: „Ein bedarfsgerechter Rückbau der Bundesstraße ist deshalb auch naturschutzfachlich geboten.“ Als Alternativroute für die A 72 sei die B 95 weder erforderlich noch vorgesehen. Deren Erhalt widerspreche außerdem dem Wirtschaftlichkeitsgebot. Wo es eine leistungsfähige Trasse wie die A 72 gebe, werde parallel keine gleichwertige unterhalten.

Von Nikos Natsidis

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