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Borna Schwimmbäder mit hohen Besucherzahlen
Region Borna Schwimmbäder mit hohen Besucherzahlen
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14:51 19.05.2015
Katrin Leppin (links) und Karin Pfeiffer haben ihre guten Vorsätze, mehr Sport zu treiben, im Jahnbad Borna in die Tat umgesetzt. Quelle: Julia Tonne

"Wir hatten im Januar dieses Jahres deutlich mehr Besucher als im gleichen Zeitraum im vergangenen Jahr", bilanzierte Annett Koza, Betriebsleiterin des Riffs, den Jahresauftakt. In Zahlen ausgedrückt: 25 000 Wasserratten kamen in den ersten drei Wochen, um das triste Winterwetter draußen zu lassen und sich Erholung zu gönnen. 2013 waren es "nur" 22 000. Allerdings bestanden damals deutlich mehr Alternativen, die freie Zeit zu verbringen, denn Schnee gab es durchgängig. "Wenn der Winter traumhaft schön ist, sind die Familien draußen unterwegs", so Koza. "Für Schwimmhallen und Erlebnisbäder sind milde verpieselte Winter hingegen toll."

Im Riff waren am Wochenende kaum freie Liegen zu ergattern, an den Rutschen bildeten sich Schlangen, die Massagedüsen waren durchgängig besetzt. Vorrangig Familien zog es hierher, die Entspannung suchten. Dennoch gab es genügend Platz für Groß und Klein, um sich im Wasser zu tummeln. Vermutlich waren "typische" Schwimmbadbesucher doch eher auf der Skipiste und am Rodelhang zu finden. Bis zum frühen Nachmittag hatten sich rund 800 Badegäste ins nasse Getümmel gestürzt, "aber die 1700, die sonst an regnerischen Tagen kommen, werden wir wohl nicht schaffen", sagte eine Mitarbeiterin an der Kasse.

Für Ronny Michalek perfekte Bedingungen, um mit Tochter Julie und ihrer Freundin Lea den Sonnabend bei tropischen Temperaturen zu verbringen. "Wenn die Leute im Schnee unterwegs sind, haben wir hier mehr Platz", freute er sich. Das Erlebnisbad konnten sie ausgiebig nutzen, zwei Stunden waren sie nur auf den Rutschen unterwegs, auch wenn sie zwischendurch immer mal warten mussten.

Am Sprungturm hingegen platschte es ohne Unterlass, kaum war jemand oben, ging es auch schon wieder abwärts. Allen voran Jennifer. Die Siebenjährige erklomm pausenlos die Leiter, um dann drei Meter hinunterzufliegen. Etwa zwei- bis dreimal im Jahr kommt das Mädchen mit seinen Eltern ins Riff - eben wegen des Sprungturms. "Bei uns gibt es kein Freizeitbad in der Nähe, aber ab und zu brauchen wir eines für einen gemütlichen Badetag", sagte Mutter Katja Wachler.

Etwas ruhiger als an anderen Wintertagen, aber dennoch recht voll war es am Wochenende im Jahnbad in Borna. "Der Januar ist schon gut gelaufen", sagte Objektleiter Jens Sydow. Viele kämen seit Anfang des Jahres, um ihre gefassten guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Die Besucher des Jahnbads kommen daher auch vorrangig, um Sport zu treiben. "Wer zu uns kommt, will schwimmen und nicht im Wasser planschen", erklärte er. Und begeisterte Schwimmer gebe es immer mehr. Zu ihnen gehören Karin Pfeiffer und Katrin Leppin. Sie besuchen an jedem Sonnabend gemeinsam die Einrichtung, um hier ihre Bahnen zu ziehen. "So bleiben wir fit", begründeten sie. Die Halle habe ja mit der Sanierung an Attraktivität gewonnen. Beide genießen die ruhige Atmosphäre.

Etwa 200 bis 300 Gäste kommen täglich ins Jahnbad, laut Sydow gebe es in der ganzen Woche keine freien Zeiten mehr. "Physiotherapeuten fragen immer wieder an, ob sie zu uns kommen können, aber leider müssen wir absagen", so der Objektleiter. Jeder Tag sei ausgebucht - sei es durch den Schulsport, durch Vereine oder durch das freie Schwimmen.

Julia Tonne

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.01.2014
Julia Tonne

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