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Borna Schwitzen beim Steinbildhauer-Kurs
Region Borna Schwitzen beim Steinbildhauer-Kurs
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00:47 25.07.2015
Sebastian Harbort bietet zum dritten Mal einen Steinbildhauerkurs als Ferienprogramm im Freizeitzentrum Kitzen an. Quelle: Julia Tonne
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Pegau/Kitzen

Sechs Kinder und Jugendliche im Alter von elf bis 16 Jahren haben sich gefunden, die die heißen Tage lieber für künstlerische Gestaltung nutzen als für Badeausflüge an den See.

Josephine ist nur schwer von ihrer konzentrierten Arbeit abzuhalten. Ununterbrochen werkelt sie an dem etwa 20 Kilogramm schweren Sandstein, um aus dem unscheinbaren Stein eine Figur herauszuhauen. Die 16-jährige Schülerin ist bereits zum dritten Mal bei dem Kurs dabei, "mittlerweile gibt es also so einige Figuren zu Hause", sagt sie.

Die Arbeiten können die Teilnehmer mitnehmen, und so tummeln sich bei Josephines Eltern im Garten nun bereits eine Katze, eine Schildkröte und ab Freitag auch noch eine Echse.

Ein Thema schreiben Harbort und seine Frau Jiang Bian-Harbort den Nachwuchs-Künstlern nicht vor. "Oft sehen die Mädchen und Jungen in dem Stein selbst, wofür er sich eignet", sagt Bian-Harbort, die während des Kurses an einem eigenen Stein arbeitet und so auch als Helferin zur Verfügung steht. "Und nach ein paar Stunden kommen dann die tollsten Figuren zum Vorschein", sagt ihr Mann. Mitunter skurrile Figuren aus Computerspielen oder Fernsehserien.

Material und Werkzeuge hat das Bildhauerpaar zur Verfügung gestellt, finanziell unterstützt wird das Projekt über den Landkreis. Die Steine kommen aus dem Steinbruch Dresden, "meistens können wir Abbruchsteine bekommen, die sonst nicht verwertet werden", erklärt Harbort. Der Künstler ist selbst in einer Bildhauerfamilie groß geworden, hat aber zunächst eine Lehre als Stuckateur und anschließend ein Studium als Theaterplastiker absolviert. Am Theater arbeitet er bis heute, die Bildhauerei steht allerdings im Fokus. Das will er mit seinen Kursen auch den Jugendlichen vermitteln. Bei vielen seiner Lehrlinge hat das bereits geklappt, sie sind schon das zweite oder dritte Mal dabei.

Für Matteo und seinen Bruder Marius ist vor allem spannend zu sehen, wie sich der Stein nach und nach in eine Figur verwandelt. Das erfordert allerdings Ausdauer und auch Kraft. "Das ist schon anstrengend, den Tag über an dem Stein zu arbeiten, aber man sieht ja, was daraus wird", sagt Matteo.

Alle Arbeiten der Ferienkinder werden am 13. September zum Tag des offenen Denkmals in einer Ausstellung in der Kitzener Kirche zu sehen sein. Die Figuren holt Harbort vorab bei jedem Einzelnen zu Hause ab, "zum Hinstellen sind sie toll, aber nicht zum Tragen".

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.07.2015
Julia Tonne

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