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Borna Sechsstelliges Plus im Etat: Elstertrebnitz fürchtet Reichensteuer
Region Borna Sechsstelliges Plus im Etat: Elstertrebnitz fürchtet Reichensteuer
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22:03 30.05.2017
Der Haushaltplan 2017 der Gemeinde Elstertrebnitz fällt recht positiv aus. Quelle: dpa
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Elstertrebnitz

Geldtechnisch steht die Gemeinde Elstertrebnitz wohl in einem ihrer besten Jahre. Der in der jüngsten Ratssitzung beschlossene Etat weist im Ergebnishaushalt ein Plus von rund 316.000 Euro und im Finanzhaushalt einen Überschuss von knapp 284.000 Euro aus. Und doch regt sich leichte Angst, vielmehr gerade deshalb – wieder Reichensteuer zahlen zu müssen; 2015 waren das 2500 Euro im Monat. Weitere Einnahmen, die die Kommune selbst regulieren kann, sollen aufs nächste Jahr verschoben werden, erklärte Bürgermeister David Zühlke (CDU). Etwa die von Grundstücksverkäufen im erweiterten Wohngebiet. Vier sind bereits eingepreist. Um von diesen und von den Kosten beim Kanalbau die aktuellen Werte einzurechnen, war der Beschluss des Haushaltsplans auf Mai verschoben worden.

Pegaus Kämmerer Guido Voigt, der aufgrund der Verwaltungsgemeinschaft auch für Elstertrebnitz zuständig ist, stellte Grundzüge des umfangreichen Zahlenwerks vor. „2017 sieht wirklich gut aus, vor allem wegen eines Einmaleffekts“, sagte er. Die Gemeinde erhält Nachzahlungszinsen für Gewerbesteuern in Höhe von 140.000 Euro. Ein neuer Kredit werde nicht benötigt. Das könnte später anders sein. Für 2018 weise der Ergebnishaushalt derzeit ein Minus von 160.000 Euro auf, in den beiden Folgejahren könnte es gar 300.000 Euro betragen.

Bei den Ausgaben sind die Personalkosten erneut gestiegen, um 14.000 auf über 478.000 Euro. Was vor allem von der Kindertagesstätte „Knirpsenland“ wegen erhöhter Stundenzahlen für die Erzieherinnen, kleinerem Betreuungsschlüssel und der Tarifsteigerung kommt, so Voigt. Zühlke ergänzte, dass derzeit 67 von 68 Plätzen belegt, für die nächsten Monate aber weitere Kinder angekündigt sind. „Wir sind gerade in der Berechnung für veränderte Stundenzahlen.“ Sonstige Kita-Kosten schlagen mit 228.000 Euro zu Buche. Noch mehr muss die Gemeinde als Kreisumlage an den Landkreis abführen: 275.000 Euro.

Die größte Investition soll der 6. Ab­schnitt beim Kanal- und Straßenbau (Ortsteil Costewitz) mit 307.000 Euro sein, wobei reichlich die Hälfte aus Zuwendungen stammen. Bei der Erschließung des 2. Baubschnitts im Wohngebiet I stehen Kosten von 130.000 Euro Verkaufseinnahmen von fast 198.000 Euro gegenüber. Und schließlich sind für die energetische Sanierung der Kita sowie sechs Parkplätzen davor 128.000 Euro veranschlagt, dabei werden fast zwei Drittel gefördert.

Ihre Schulden will die Kommune in diesem Jahr um 65.000 auf 431.000 Euro verringern. Das entspricht gut 331 Euro je Einwohner, weniger als die Hälfte des sächsischen Durchschnitts. Und bis Ende 2020 sollen sie auf 281.000 Euro sowie 216 Euro pro Kopf sinken.

Von Olaf Krenz

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