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Borna Seit 60 Jahren Friseure Borna GmbH
Region Borna Seit 60 Jahren Friseure Borna GmbH
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00:22 27.07.2018
Heike Langner frisiert Kundin Birgit Löbel im Salon Am Hochhaus. Quelle: Nikos Natsidis
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Borna

Handarbeit ist es nach wie vor. In der Regel mit der Schere. „So viel hat sich da nicht geändert“, sagt Karin Heilmann. Sie muss es wissen. Schließlich ist sie die Geschäftsführerin der Friseure Borna GmbH, die es jetzt seit mittlerweile sechs Jahrzehnten gibt. Das Berufsbild des Friseurs oder besser der Friseuse/Friseurin hat sich seither jedenfalls nicht wesentlich geändert. „Es ist vor allem körperliche Arbeit“, sagt die Geschäftsführerin.

Beruf ist anstrengend und kreativ

Und damit auch anstrengend. Schließlich steht eine Friseuse meist auf einem Fleck am Kunden, ständig in gebückter Haltung und mit angehobenen Armen. Da sind Rückenschmerzen quasi mit eingepreist. Andererseits handelt es sich nach wie vor um einen Traumberuf, macht Karin Heilmann klar. „Er ist kreativ.“ Und außerdem kann das Ergebnis der Arbeit sofort begutachtet werden.

Ein Beruf, der die ganze Frau erfordert, wenn es etwa darum geht, den konkreten Kundenwunsch zu erforschen. Das hat sich in den Filialen, die das Unternehmen in und um Borna und sogar in der Leipziger Innenstadt betreibt, bis heute nicht geändert.

Gründung erfolgte 1958

Aber es gibt natürlich Unterschiede zu den Zeiten, als das Unternehmen noch als PGH (Produktionsgenossenschaft des Handwerks) „Fortschritt“ firmierte. Es entstand im Jahr 1958, als sich zwei Friseure aus Kitzscher und Regis zur PGH zusammenschlossen. In den Jahren darauf wuchs die PGH, und im Wesentlichen sah die Arbeit der Friseusen so aus wie auch heute noch. Geschäftsführerin Heilmann: „Auch damals gab es schon Fön und Haarschneidemaschine.“

Manche Materialien waren früher knapp

Was es weniger gab, waren bestimmte Materialien. Zwar war es im Prinzip auch zu sozialistischen Zeiten möglich, einem Kunden eine Punkfrisur, einen so genannten Irokesen zu verpassen; spätestens aber bei den Farben konnte es schwierig werden, erinnert sich die Geschäftsführerin. Weil es weder blau noch violett oder grün gab. „Wir hatten nicht die Produktvielfalt wie heute.“

Dafür aber zweimal im Jahr Informationsveranstaltungen, bei denen die Friseure aus der ganzen DDR im Berliner Kino International darüber ins Bild gesetzt wurden, was die Trends waren und welche Frisuren die Modekommission der DDR für Frühjahr und Herbst empfahl.

Neue Technik und zurück zu Bewährtem

Natürlich gibt es heutzutage neue Technik, etwa einen Climazon, ein Gerät, das eine sanfte und trockene Wärme erzeugt. Andererseits beobachtet Karin Heilmann, dass es auch Trends zurück gibt. So ist es wieder üblich, Rasiermesser, die heutzutage eine auswechselbare Klinge haben, an einem Leder oder einem feuchten Stein zu schärfen – so wie es früher normal war.

Selbstverständlich sind die Zeiten vorbei, in denen der Trockenschnitt für einen Mann eine DDR-Mark kostete. Handwerk hat seinen Preis, betont die Geschäftsführerin mit Blick auf die etwa 90 Frauen sowie einen Mann („Die sind alle sehr fleißig.“), die bei der Friseure Borna GmbH in Lohn und Brot stehen. Und die Mitarbeiterinnen erhalten auch Leistungslohn.

Spendenaktion hat Tradition

Das gehört zur Firmenphilosophie ebenso wie die Spendenaktion zugunsten der Mitteldeutschen Kinderkrebsforschung. Seit Jahren schon frisieren die Chefinnen der einzelnen Salons an einem Tag im Jahr ihre Kundschaft, und der Erlös, den das Unternehmen zudem verdoppelt, geht als Spende an die Stiftung, deren Ziel die bessere Behandlung krebskranker Kinder ist.

Von Nikos Natsidis

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