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Borna Senioren lernen in Borna Englisch
Region Borna Senioren lernen in Borna Englisch
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19:39 26.09.2018
An der Volkshochschule in Borna lernen Senioren bei Lehrerin Alexandra Dietrich Englisch. Quelle: Nikos Natsidis
Borna

Es geht darum, sich verständlich zu machen – im Hotel, im Ausland oder auf dem Flughafen. Auf Englisch, in der Weltsprache Nummer eins, die zu DDR-Zeiten allerdings nicht für jedermann auf dem Stundenplan stand. Deshalb sitzen sie hier, ältere Herrschaften oder besser gesagt ausgesprochen rüstige Senioren. In jedem Fall Leute im Rentenalter, die einmal in der Woche in der Volkshochschule in Borna Englisch lernen, jeweils anderthalb Stunden lang, Hausaufgaben inclusive.

Englisch ist gut für die grauen Zellen

„Meine Enkel sprechen fließend Englisch“, sagt Arnold Mainka. Ihm macht es einfach Spaß, „im hohen Alter eine neue Sprache zu lernen“. Er sitzt im Kurs, seit der unter Leitung von Englischlehrerin Alexandra Dietrich vor mittlerweile sechs Jahren begann. Arnold Mainka ist davon überzeugt, dass der Englischunterricht „gut für die grauen Zellen ist“.

Immer mehr Anglizismen im Alltag

Das sehen Sonja und Frank Tschoecke aus Oelzschau genauso. Es gehe darum, sich verständlich zu machen im Ausland. Und es gibt immer mehr Anglizismen im Alltag, im Fernsehen oder auch beim Umgang mit dem Computer. Das sieht auch Iris Heinicke, frühere Lehrerin, so. Wichtig für die Kursteilnehmer ist es, „fit zu bleiben im Kopf“.

Schwerpunkt ist das Reden

Das weiß Lehrerin Alexandra Dietrich. Die erfahrene Fremdsprachpädagogin weiß, dass sie im Unterricht daran anknüpfen muss, was ihre Schüler interessiert. Und so berichten die Kursteilnehmer vom Wochenende oder vom letzten Urlaub, weil Kommunikation in einem Englischkurs für Senioren alles ist. „Schwerpunkt ist bei uns das Reden“, sagt die Lehrerin. Auch Verstehen und Lesen ist wichtig. Weniger komme es darauf an, dass jemand einen Text fehlerfrei übersetzt. Die Schüler haben ja keine Abschlussprüfung am Gymnasium oder der Universität vor sich. Dafür aber Spaß am Lernen.

Schüler bekommen Hausaufgaben

Arbeiten lässt Alkexandra Dietrich nicht schreiben. Hausaufgaben gibt sie den Kursteilnehmern allerdings auf. Dann haben die zu Hause etwas zu tun und wiederholen ihr Wissen, was, wie jeder weiß, ohnehin die Grundlage allen Spracherwerbs ist. Und die Schüler nehmen die Hausaufgaben im Gegensatz zu jüngeren Leuten in jedem Fall ernst. Die Hausaufgaben werden deshalb auch kontrolliert. „Wenn ich das mal vergesse, werde ich daran erinnert“, sagt die Lehrerin.

Gute Lernatmosphäre

Sie lobt die Lernatmosphäre in der Gruppe, die sie seit nunmehr sechs Jahren unterrichtet. Die Senioren deuten den Titel des Englischlehrbuchs offenkundig richtig. Darauf steht „Take it easy“.

Von Nikos Natsidis

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