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Borna Seniorenmesse in Borna – rechtzeitig übers Alter nachdenken
Region Borna Seniorenmesse in Borna – rechtzeitig übers Alter nachdenken
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00:17 05.10.2017
Mitten im Leben: Messe setzt sich mit dem Älterwerden auseinander. Nicht nur Senioren sind gekommen.  Quelle: Foto: René Beuckert
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Borna

 „Mitten im Leben“ nannte sich die Messe im Bornaer Goldenen Stern. Sie blieb so nicht nur Senioren vorbehalten. An zahlreichen Informationsständen konnten sich die Besucher über Möglichkeiten informieren, die das Leben leichter machen. „Es ist tatsächlich so, dass diese Messe nicht ausschließlich Senioren betrifft, vielmehr schon Leute mittleren Alters ansprechen soll, die sich bereits jetzt Gedanken über das Älterwerden machen“, sagt Sirko Konrath von Regio TV. Gemeinsam mit der LVZ haben er und seine Kollegen dieses Ereignis ins Leben gerufen. „Ohnedies zeigten die ersten Veranstaltungen eine gute Besucherresonanz“, so Konrath.

Erstmals fand die kleine Messe am Sonntag im Rahmen des Stadtfestes statt, um noch mehr Besucher anzusprechen. „Die Veranstaltung ist für Leute gedacht die mitten im Leben stehen. Deshalb ist sogar ein Fitnesskurs geplant, an dem sich alle beteiligen können, die sich noch fit fühlen. Das Bewegungszentrum in Borna Nord hat diesen Part übernommen“, kommentiert Konrath. Neben der sportlichen Einlage wurden an den einzelnen Ständen jede Menge Informationen geboten, die vom betreuten Wohnen über Hörakustik bis hin zur Vorsorgevollmacht.

Für viele sind Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung noch nicht allgegenwärtig. Vor allem, wenn sie noch nicht im Rentenalter stehen. Die Anwaltskanzlei von Katja Hoger gab den Besuchern zu diesem Themenkomplex viel wissenswertes mit auf den Weg. „Meine Erfahrung zeigt, dass viele Leute noch nicht ausreichend darüber informiert sind. Es ist besonders wichtig sich beizeiten mit den Themenbereichen zu befassen. Deshalb möchte ich die Besucher dieser Veranstaltung dafür sensibilisieren.“

An anderer Stelle stand das Hören im Vordergrund. Hörakustikmeisterin Nicole Heinig erklärte, dass Schwerhörigkeit heutzutage immer früher einsetzt als noch vor Jahrzehnten. „Die Umweltgeräusche, denen wir täglich ausgesetzt sind, haben zugenommen. Das Gehirn filtert vieles heraus bevor es überhaupt wahrgenommen wird. Mit einigen Übungen können solche Verluste ausgeglichen werden“, betont sie.

Informationen über das altersgerechte Wohnen waren ebenfalls gefragt. Die Heimleiterin der Helios Residenz, Roswita Gebhardt, gab darüber gern Auskunft. „Mir ist aufgefallen, dass die Besucher oft negative Meinungen über Seniorenheime haben und überrascht sind, wenn ich viel Positives berichte. Unsere Senioren sind zumeist agil und gestalten ihren Alltag selbst, soweit es ihre Gesundheit zulässt. Selbst kleinere Ausfahrten, wie erst kürzlich zum Markkleeberger See haben sie unternommen“, unterstreicht Roswita Gebhardt.

Am Stand der Volkssolidarität fielen die gestrickten kleinen Babysachen auf. „Unsere Senioren sind noch fit und stricken Kindersachen, die sie dann an Bedürftige weitergegeben“, erklärt Grit Dorner. „Die Treffen der Strickfrauen bieten den Seniorinnen eine gute Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen“, betont sie.

Von René Beuckert

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