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Borna Showtänzerinnen aus Eula beherrschen jeden Schritt im Schlaf
Region Borna Showtänzerinnen aus Eula beherrschen jeden Schritt im Schlaf
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12:01 12.05.2018
Die Showtänzerinnen des SV Eula. Quelle: Alice Weißbach-Schulz
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Borna/Eula

Wer die Damen in Aktion sieht, kann nur staunen. So wie vor einigen Wochen beim Sportlerball anlässlich der Wahl der Sportler des Landkreises Leipzig in Zwenkau. Dort heizten die Showtänzerinnen des SV Eula dem Publikum ein.

Dass Frontfrau Mandy Kampf und ihre Mitstreiterinnen dabei unter der zu diesem Zeitpunkt grassierenden Grippewelle zu leiden hatten, fiel zumindest den zahlreichen Besuchern nicht auf. Weil bei den jungen Damen zwischen 18 und 38 alles sitzt. „Jeder muss alles im Schlaf können“, sagt Chefin Kampf.

Mandy Fäustel und Mandy Kampf von den Showtänzerinnen des SV Eula. Quelle: Alice Weißbach-Schulz

Die gelernte Fitness- und Tanztrainerin macht klar, dass hinter den perfekten Choreografien harte Arbeit steckt. Vier Stunden dauert das allwöchentliche Training, keineswegs wenig, aber auch nicht zu viel, sodass der Showtanz für die jungen Frauen bleibt, was er ist – ein Hobby und kein Wettkampfsport.

Ein Hobby, bei dem es auf die Körperspannung ankommt, wie Mandy Kampf und ihre Mitstreiterin Mandy Fäustel unterstreichen. Beide erarbeiten auch die Choreografien. Dabei lassen sie sich zwar durchaus von anderen inspirieren, „aber wir kupfern nichts ab“.

Dafür aber sind sie ständig empfangsbereit. Was im Fall von Mandy Kampf dazu führt, dass sie sogar Stift und Zettel neben ihrer Schlafstatt liegen hat, damit potenzielle nächtliche Eingebungen auch nicht verloren gehen.

Showtänzerinnen absolvieren bis zu 20 Auftritte pro Jahr

Die junge Frau vom Jahrgang 1976 hat bereits als sehr kleines Mädchen getanzt. Es war ihr Bruder, der sie dazu brachte, in gewisser Weise als Vortänzer. Auch kam der Chefin der Eulaer Showtänzerinnen zugute, dass sie von jeher außerordentlich gelenkig war. „Einen Spagat musste ich jedenfalls niemals üben.“

Nach Erfahrungen auf anderen Feldern der Körperertüchtigung („Ich habe alles ausprobiert.“) landete sie vor 17 Jahren beim Showtanz in Eula, und längst haben die Showtänzerinnen einen guten Namen, unter dem sie bis zu 20 Auftritte im Jahr absolvieren.

Die Showtänzerinnen des SV Eula. Quelle: Alice Weißbach-Schulz

Begonnen hatte alles im damaligen Bornaer Jugendklub Toleranz in der Lessingstraße und damit in dem Gebäude, das zu DDR-Zeiten Pionierhaus war. Mittlerweile wird schon lange in Eula trainiert – und zwar so, „dass im Prinzip jede von uns alles tanzen kann“, wie die Leiterin sagt. Was im Klartext bedeutet, dass damit auch Ausfälle kompensiert werden können.

Choreografien werden immer wieder geübt

Allerdings kann es etwas dauern, bis eine neue Choreografie wirklich sitzt. Es wird alles immer wieder „durchgekaut“, wie Mandy Kampf sagt. Bis zu einem halben Jahr vergeht bisweilen, bis wirklich jede Tänzerin die neuen Schritte drauf hat

Dass ein hohes Maß an körperlicher Fitness unabdingbare Voraussetzung für perfekte Aufführungen ist, versteht sich. Mandy Kampf nimmt deshalb jede Treppe sportlich und verzichtet auch auf einen womöglich vorhandenen Fahrstuhl.

Und sie steigt die Treppen zählend hinauf, „weil beim Tanzen immer gezählt wird“. Um allzeit gut in Form zu sein, üben die Tänzerinnen aber keineswegs Verzicht, was die alltäglichen Genüsse etwa beim Essen anbelangt. „Es ist jedenfalls nicht so, dass wir keine Schokolade essen.“

Von Nikos Natsidis

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