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Borna So schön sieht Pegaus Altstadt jetzt aus
Region Borna So schön sieht Pegaus Altstadt jetzt aus
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14:01 08.11.2018
In den vergangenen 25 Jahren wurde das Herz von Pegau mit zehn Millionen aufgemöbelt. Quelle: Mathias Bierende
Pegau

Einen offiziellen Schlussstrich will Pegau jetzt unter sein erstes großes Stadtsanierungsgebiet ziehen. In das Areal „Altstadt“ sind seit 1992 rund zehn Millionen Euro Zuschüsse geflossen, heißt es von der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft (DSK), die im Auftrag der Kommune als Sanierungsträger fungiert.

Wobei es das Geld eigentlich nur bis 2012 gab. Die überaus lange „Nachlaufzeit“ könnte zum Jahreswechsel mit dem formalen Akt enden, dass der Stadtrat die entsprechende Sanierungssatzung aufhebt.

Sanierungsgebiet betrifft 23 Hektar in Pegau

Das Sanierungsgebiet „Altstadt“ umfasst rund 23 Hektar mit 470 Grundstücken, sagt DSK-Projektleiter Thomas Straßburger. Mit dem Fördergeld, das der Bund, das Land und die Stadt zu jeweils einem Drittel aufbrachten, wurden vor allem Straßen, Wege und Plätze erneuert sowie alte Immobilien abgerissen. Es flossen aber auch reichlich Mittel in die Wiederherstellung von Gebäuden. Dazu gehörten die heutige Kindertagesstätte „Grünes Tal“, die Laurentiuskirche und die Kultureinrichtung Volkshaus. Bei Privatleuten wurden meist Dach- und Fassadenerneuerungen bezuschusst.

Zehn Millionen Euro hat Pegau in die Sanierung seiner Altstadt gesteckt. Heute erstrahlen die Fassaden der Häuser wieder in neuem Glanz.

Ende der Sanierung hat Folgen für Grundstückseigentümer

Weil das Ende der Stadtsanierung auch Auswirkungen auf steuerliche und bauliche Belange der Grundstückseigentümer haben kann, sollen die sich zuvor äußern, ruft die Stadtverwaltung auf.

Konkret geht es um ihre möglichen Pläne, im nächsten Jahr (weitere) Sanierungsarbeiten an ihren Immobilien auszuführen. Zwar wird es dafür keine staatliche Förderung mehr geben, doch können Privatleute über das Einkommensteuergesetz vom Sanierungsgebiet profitieren, erklärt Straßburger. „Das geht jedoch nur so lange, wie es ein förmlich festgesetztes Gebiet gibt. Da steht ein sogenannter Sanierungsvermerk im Grundbuch.“ Der werde gelöscht, wenn die Satzung aufgehoben wird; dann entfalle zudem, dass etwa bei Grundstücksverkäufen und -teilungen die Genehmigung der Stadt eingeholt werden muss.

Wer in Pegau noch sanieren will, soll sich beim Bauamt melden

Wenn sich eine Anzahl an sanierungswilligen Eigentümern im Bauamt meldet, könne der Schlusstermin auch verschoben werden. Interessenten sollen deshalb bis spätestens Ende November dort vorsprechen. Dabei werde dann auch geklärt, wie die erforderliche Vereinbarung mit der Stadt geschlossen wird, die das Finanzamt benötigt. Wer erst für später ein Vorhaben plant, müsse nichts überstürzen. „Es sollte für keinen etwas anbrennen“, so Straßburger. Weil es hier Überlappungen mit dem Gebiet vom Denkmalschutzprogramm gebe.

Zwischen 2001 und 2004 ist die heutige Kindertagesstätte „Grünes Tal“ über die Stadtsanierung erneuert worden. Quelle: Mathias Bierende

Nach dem angekündigten Stadtratsbeschluss werden die sogenannten Ausgleichsbeträge fällig, die Eigentümer laut Baugesetzbuch zahlen müssen für eine berechnete Bodenwertsteigerung ihrer Immobilie aufgrund der Stadtsanierung im Umfeld. Je nach Wertzone wurden zwischen 1,19 Euro und 2,97 Euro pro Quadratmeter bebaubarer Fläche ermittelt. Allerdings, so Straßburger, wird ein solcher Bescheid nur noch für etwa 60 Altstadt-Grundstücke erstellt.

Bei der überaus großen Mehrheit, circa 85 Prozent, wurde bereits über freiwillige Vereinbarungen eine vorzeitige Ablöse gezahlt, wodurch die Besitzer bis zu 20 Prozent der Summen sparten. Dabei habe die Stadt rund 200.000 Euro eingenommen, die wieder in kleinere Projekte geflossen sind.

Von Olaf Krenz

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