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Borna Sorgen um die Löcher
Region Borna Sorgen um die Löcher
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17:16 19.05.2015
Straßenschäden machen Sorgen.

Zur Reparatur der Bundes- und Staatsstraßen will der Freistaat seinen Eigenanteil um zehn Millionen Euro erhöhen. Was in den Landkreis Leipzig geht, wird längst nicht überall zu glatten Pisten führen.

Für die Beseitigung von Winterschäden an Bundesstraßen sollen 750000 Euro zusätzlich in den Landkreis fließen, für jene an Staatsstraßen 280000 Euro. Bei einer Straßenbefahrung zur Winterschadensermittlung sei bei diesen beiden Straßenarten eine Summe von zwölf Millionen Euro festgestellt worden, erklärte Rolf Löcher, Leiter des Straßen- und Hochbauamtes des Landkreises. "Das ist eine grobe Schätzung." Zudem gebe es unterschiedlichste Schwachstellen an den Straßen, bei denen stets die Frage zu beantworten sei, mit welchen Mitteln sie beseitigt werden könnten. "Das jetzt aufgelegte Programm ist nur nutzbar, wenn die Straßen noch ausreichend tragfähig sind", so Löcher. Es mache keinen Sinn, die Decke zu erneuern, wenn der Unterbau marode sei. Dann helfe nur eine grundhafte Erneuerung.

Das treffe etwa auf die Eisenbahnstraße (B 7) in Geithain zu. "Dort hilft im Grunde nur eine neue Decke", so Löcher. Für die sei das Landesamt für Straßenbau und Verkehr in der Pflicht. Der Kreis werde bis dahin aber Reparaturen vornehmen. Ähnlich sei es auf der B 176 entlang des Bockwitzer Sees. Hier löst sich der Dünnschicht-Belag ab. Das Landesamt plane hier eine Erneuerung. Was die Kreisstraßen betreffe, so solle in diesem Jahr unter anderem die Ortsdurchfahrt Hopfgarten erneuert werden, 2014 dann die im benachbarten Elbisbach, nennt der Amtsleiter zwei Beispiele.

Für die Beseitigung der Winterschäden an den Straßen in seiner Zuständigkeit soll der Landkreis Leipzig aus Dresden 1,7 Millionen Euro zusätzlich erhalten. Um die Mittel abrufen zu können, muss er einen Eigenanteil von 25 Prozent pro Maßnahme erbringen. Insgesamt wären das 560000 Euro. Wie groß der Finanzbedarf insgesamt tatsächlich ist, steht noch nicht fest. "Die Kreisstraßen-Befahrung haben wir als letzte vorgenommen", begründet Löcher das. Die Auswertung laufe. "Bis Ende nächster Woche wollen wir eine Prioritätenliste aufstellen." Für ihn steht fest, dass das Geld nicht reichen wird: "Ich gehe nicht davon aus, alle Schäden beseitigen zu können." Die erforderlichen Flickungen würden vorgenommen, um für die Verkehrssicherheit zu sorgen.

Am grundsätzlichen Problem ändert der zusätzliche Mittelfluss aus Dresden nichts. Der Landkreis hat nicht die Möglichkeiten, um alle Straßen den Erfordernissen entsprechend zu sanieren. "Der Bedarf ist vier- bis fünfmal höher als das, was wir tatsächlich erneuern können. Wir sind nicht in der Lage, alles auf einen Schlag in Ordnung zu bringen." Mit anderen Worten: Auch das zusätzliche Geld aus Dresden ist nur ein Klecks in die großen Löcher.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.04.2013

Heinrich Lillie

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