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Borna Soziale Gerechtigkeit ist Leitmotiv des SPD-Bundestagskandidaten Bergforth
Region Borna Soziale Gerechtigkeit ist Leitmotiv des SPD-Bundestagskandidaten Bergforth
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00:22 18.09.2017
SPD-Kandidat Markus Bergforth. Quelle: Nikos Natsidis
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Brandis

Er will die „Neue Kraft für den Landkreis“ werden, wie sein Wahlkampfslogan lautet: Markus Bergforth, der SPD-Kandidat im Landkreis Leipzig für die Bundestagswahl am 24. September. Daran lässt der Mann aus dem Ruhrpott, der seit Jahren in Brandis zu Hause ist, keinen Zweifel. Und er hat ein Thema, das ihn genauso wie den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz umtreibt – soziale Gerechtigkeit als Leitmotiv. Mögen andere zweifeln, ob der ehemalige EU-Parlamentspräsident damit thematisch aufs richtige Pferd setzt. Bergforth nicht. Weil er das Problem nur allzu gut aus eigener Anschauung kennt.

Das hat mit seinem Beruf zu tun. Bergforth verdient seine Brötchen seit vier Jahren als Projektleiter Hochwasserhilfe bei den Johannitern in Leipzig verdient. Dadurch kommt in er in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt herum und bekommt allerhand zu sehen. „Ich hätte nie gedacht, dass die soziale Schere so weit auseinandergeht.“ Konkret etwa dann, wenn sich eine Familie mit zwei Kindern „keinen Kühlschrank leisten kann“. Oder wenn sie für eine Klassenfahrt ein halbes Jahr lang sparen muss.

Deshalb war das Thema Gerechtigkeit „der Ausgangspunkt dafür, dass ich kandidiere“, sagt Bergforth, der auch SPD-Kreisvorsitzender ist. Was für den Bundestagskandidaten, der während des Wahlkampfes von einem Profi wie dem Brandiser Bürgermeister Arno Jesse (SPD) unterstützt wird, auch eine differenzierte Betrachtung von Hartz-IV einschließt. „Das war zur Zeit seiner Einführung das Richtige“ und müsse jetzt überdacht werden.

Der Sohn einer Verkäuferin und eines Industriekaufmanns (Bergforth: „Beide CDU-Wähler.“) ist seit mittlerweile 21 Jahren SPD-Mitglied. Dass er nach einer Beschäftigung in einem Steuerbüro bei den Johannitern landete, erklärt er auch mit dem sozialen Aspekt dieser Arbeit. Dort hilft er Menschen in Not, und darum handle es sich auch bei Flüchtlingen, die nach wie vor im Mittelmeer sterben. Dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor zwei Jahren die Grenzen geöffnet hat, sei deshalb richtig gewesen. Ihre berühmte Bemerkung („Wir schaffen das“) sei aber eine leere Aussage gewesen. Es fehle ein Masterplan, wie das in Europa zu schaffen sei. Bergforth räumt ein, dass nicht alle Asylbewerber gute Bleibevoraussetzungen haben. Voraussetzung für eine gute Integration sei das Erlernen der deutsche Sprache und die Kenntnis „unserer Lebensgewohnheiten“. Dabei, so der SPD-Kandidat, bleibe es auch nicht aus, „dass man voneinander lernt, wenn man sich kennenlernt“.

Von Nikos Natsidis

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