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Borna Spannendes Ferienprogramm im Museum
Region Borna Spannendes Ferienprogramm im Museum
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19:51 09.07.2018
Almut Zimmermann (42) liebt ihren Job im Museum. Quelle: Sophie Aschenbrenner
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Borna

Robin ist begeistert: „So viel zu entdecken und zu lernen, auszuprobieren und zu malen – einfach alles supertoll.“ Gemeinsam mit seiner Gruppe des Horts „Die Einsteins“ aus Frohburg nahm der Zehnjährige am Montag am Ferienprogramm des Museums Borna teil. Seit drei Jahren gibt es das Programm, geleitet wird es von Almut Zimmermann.

Der 42-jährigen Museologin ist anzumerken, wie gerne sie den Job macht: „Den Kindern Wissen und Neugier auf Geschichte und auf das Museum mit auf ihren Weg zu geben, das macht mir unglaublich Spaß“, sagt sie, als die Kinder nach einer Stunde Programm gerade dabei sind, gezeichnete Mammut-Skelette mittels Wasserfarben und Buntstiften zum Leben zu erwecken. Sie wolle den Kindern auch bewusst machen: „Wir Menschen haben die Macht, unsere Umwelt zu verändern. Und wir sollten sie immer ins Positive verändern“, so Zimmermann.

Humorvoll und auf Augenhöhe

Die Museologin bietet verschiedene Programme an: „Sammeln und Suchen“ beschäftigt sich damit, warum und was Menschen eigentlich gerne sammeln. „Gut gewappnet in die Ferien“ bietet eine Entdeckungstour rund ums Thema Wappen. Besonders beliebt ist die Führung „Dinoknochen und Skelette – die Arbeit der Archäologen“, die auch am Montag angeboten wurde. Was machen eigentlich Archäologen? Zimmermann nähert sich diesem Thema humorvoll und auf Augenhöhe mit den Kindern.

Zu Beginn des Programms sitzen alle zusammen im Kreis auf dem Boden, Zimmermann zeigt Fotos und Zeichnungen. Die Teilnehmer stellen viele Fragen, sind neugierig und fasziniert. „Was war eigentlich zuerst da, Dinos oder Mammuts?“, fragt ein Mädchen, ein Junge kurze Zeit später: „Kamen die Mammuts eigentlich auch aus einem Ei?“ Zimmermann hat viel zu erklären und zu erzählen. Als sie Feuersteine herumgibt, um die Waffen der Steinzeitmenschen zu erläutern, geht ein ehrfürchtiges Raunen durch die Gruppe.

Zum Schluss finden die Kinder einen eigenen Schatz

Dann dürfen die Kinder selber ran: In einem mit Sand gefüllten Planschbecken hat Zimmermann Scherben von Schalen, Vasen oder alten Kacheln versteckt. Wie gehören die Scherben jetzt zusammen? Spielerisch erklärt die Museologin anschließend zum Beispiel, dass die Vorratsgefäße früher meist von der Decke hingen – aus Schutz vor hungrigen Mäusen.

Auch im ersten Stock macht die Gruppe eine kleine Tour, betrachtet gemeinsam die Überreste der Skelette von Bären und Mammuts. Alle drängen sich neugierig zusammen. Zum Abschluss dürfen die Kinder selbst ein Mammut malen – und dann noch einen ganz eigenen Schatz ausgraben. „Alles richtig gut“, findet die zehnjährige Laura.

„Während der Führungen entdecken die Kinder oft die einfachsten Sachen wieder, Dinge wie malen oder eine Zwiebel schälen. Das machen die meisten zu Hause nicht“, sagt Zimmermann. Den Horizont erweitern, Neues lehren, das macht ihr Spaß.

Auch in der letzten Ferienwoche gibt es Programm

Das Ferienprogramm läuft noch die komplette zweite Ferienwoche, am Morgen für Gruppen, am Nachmittag für einzelne interessierte Kinder. Am 11. und 12. Juli steht eigentlich das Thema „Von Türmen, Stadtwachen und tapferen Feuerwehrmännern“ auf dem Programm. Es sei jedoch auch möglich, je nach Interessen etwas anderes zu behandeln, sagt Almut Zimmermann.

In der letzten Ferienwoche, vom 6. bis zum 10. August, bietet das Museum dann Theater im Stadttor an, täglich um 10 und um 13 Uhr. Am 4. August ist zur Einstimmung das Kleine Salontheater Dresden zu Gast. Um 14.30 Uhr wird „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gespielt, um 17.30 Uhr „Die Zauberflöte“.

Anmeldung zum Ferienprogramm unter Telefon 03433/2 78 60 oder per E-Mail an museum@borna.de. Es wird ein Unkostenbeitrag von drei Euro fällig.

Von Sophie Aschenbrenner

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