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Borna Sparkassenpläne: Freude in Espenhain – Frust in Rötha
Region Borna Sparkassenpläne: Freude in Espenhain – Frust in Rötha
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07:00 07.10.2017
Die Filiale in Rötha wird geschlossen – daran hält das Geldinstitut fest. Quelle: André Neumann
Rötha/Espenhain

Mit Freude hat Peter Petters (Linke), Mitglied des Röthaer Stadtrates und des Kreistages, die Nachricht über den vorläufigen Verbleib der Selbstbedienungsfiliale der Sparkasse in Espenhain aufgenommen. Er sieht darin einen Erfolg der „vielen Initiativen und Aktivitäten der Bürger der Stadt Rötha und der Ortsteile“. Allerdings nur einen teilweisen, denn „leider schließt die Sparkasse Rötha“.

Der Vorstand der Sparkasse Leipzig hatte kürzlich mitgeteilt, dass der Automaten-Container in der Straße des Friedens nun doch nicht wie angekündigt am Ende des Jahres geschlossen wird. Begründet wurde das mit den Plänen für die Ansiedelung eines Supermarktes nahe des alten Bahnhofes. Dadurch würden neue Kundenströme entstehen, die die Sparkasse zunächst beobachten wolle, lautete die offizielle Begründung. Die Filiale in Rötha soll unverändert zum Jahreswechsel geschlossen und mit der in Böhlen zusammengelegt werden.

Petters erinnert an die zahlreichen Proteste gegen die Schließungspläne, die in rund 1900 Unterschriften mündeten. „Darin“, sagt der Kommunalpolitiker, „drückten die Bürger ihr Unverständnis gegenüber der Sparkasse Leipzig zu dieser Maßnahme aus.“ Wenigstens bezüglich der Automaten in Espenhain könne jetzt allen Mitstreitern und Verantwortlichen gedankt werden. Peter Petters sieht den Teilerfolg als Ausdruck dafür an, „wie Verantwortungsträger und Bürger gemeinsam für den Erhalt demokratischer Werte streiten und Erfolge erreichen können“.

Weniger zufrieden reagiert die Röthaer Zahnärztin Elisabeth Jeschky. Sie hatte den Protest in Rötha und den Ortsteilen organisiert und gebündelt. Zwar freut auch sie, dass die SB-Station in Espenhain vorläufig offen bleibt, was nicht zuletzt ein Erfolg der dortigen Ortschaftsräte sei. doch überwiegt der Ärger über das Festhalten an der Schließung in Rötha „ungeachtet der Bürgerinitiative zur Erhaltung der Sparkasse Rötha mit ihren 1852 Unterschriften“. Angesichts solcher „Ignoranz“ lasse der „Ausgang der zurückliegenden Wahl für die etablierten Entscheidungsträger grüßen“, sagt Jeschky. Die auch wenig von dem Alternativangebot der fahrbaren Sparkassenfiliale hält, die zweimal die Woche in Rötha halten soll. „Bei Wind und Wetter! Das ist Niveau 1950!“, kommentiert die Intitiatorin des Bürgerprotestes, die fordert, dass wenigstens ein SB-Automat den Röthaern zugestanden werden sollte. „Aber nein, das rechnet sich nicht, das sind wir als Bürger einer so kleinen Stadt nicht wert“, hält sie der Sparkasse vor.

Von André Neumann

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