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Spatenstich für die Bananenreiferei von Edeka in Borna

Stauffenbergstraße Spatenstich für die Bananenreiferei von Edeka in Borna

Für die Bananenreiferei von Edeka in der Bornaer Stauffenbergstraße ist am Donnerstag der Spatenstich erfolgt. Ab Juni sollen dort jährlich 286 Millionen Bananen reifen. Sieben Millionen Euro investiert der Konzern in den Standort. Beim Bau werden hohe ökologische Standards berücksichtigt.

Vertreter von Edeka, vom Bauunternehmen Goldbeck und von der Stadt Borna geben mit dem Spatenstich den Startschuss für den Bau der Bananenreiferei.

Quelle: Jens Paul Taubert

Borna. Sieben Millionen Euro, 286 Millionen Früchte pro Jahr, 14 Arbeitsplätze: Das sind grob die Fakten für die in Borna entstehende Bananenreiferei des Edeka-Verbundes. Am Donnerstag haben Edeka-Verantwortliche und Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Die Linke) mit dem ersten Spatenstich den Startschuss für den Bau der etwa 4000 Quadratmeter großen Halle auf dem Gelände in der Stauffenbergstraße gegeben.

In Borna entsteht in den kommenden Monaten die vierte Bananenreiferei des Unternehmens, das bereits drei in Hamburg, Roisdorf und Urbach bei Stuttgart betreibt. „Zukünftig werden hier am Standort rund 286 Millionen Bananen pro Jahr gereift“, sagt Stefan Worm, Leiter des Fruchtkontors in Hamburg. Diese gelangen anschließend an die Lagerstandorte von Edeka und Netto-Marken-Discount in den neuen Bundesländern. „Sieben Millionen Euro investieren wir in Borna in eine hochmoderne Anlage“, machte er am Donnerstag deutlich. Diese beinhalte 38 Reifekammern, Büroräume und natürlich die entsprechende Gebäudetechnik. „In der Reiferei werden perspektivisch, im Zuge der geplanten Ausbaustufen, zehn bis 14 Arbeitsplätze geschaffen“, ergänzte Gernot Kasel, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei Edeka.

Die in Mittel- und Südamerika angebauten Früchte werden ab Juni – so der Bauplan des Konzerns gemeinsam mit dem Bauunternehmen Goldbeck – noch grün in Borna angeliefert, dann einen Tag in Ruhe gelassen, damit die Bananen die Temperaturunterschiede ausgleichen können. Anschließend wird ihnen der Sauerstoff entzogen, in die Reifekammern werden stattdessen Stickstoff und Ethylen geleitet. Zweiteres ist ein Gas, das in einigen Obst- und Gemüsesorten natürlich vorkommt, unter anderem in Äpfeln, Pfirsichen und Tomaten. Laut Worm ist es dafür verantwortlich, Stärke in Zucker umzuwandeln. „Das heißt, dass wir die Bananen nicht durch künstliche Hilfsmittel reifen lassen“, betonte er. Insgesamt dauere der Reifungsprozess zwischen fünf und sieben Tagen.

Ziel des Edeka-Verbundes ist es, in Borna die Bananen Kohlendioxid-neutral reifen zu lassen. Für den Standort in der Großen Kreisstadt bedeutet das, dass das Gebäude nicht nur eine Fotovoltaik-Anlage erhält, sondern auch ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk mit Kälteabsorptionsanlage. „Die ökologischen Standards, die hier berücksichtigt werden, sind sehr hoch“, sagte Worm. Laut Thomas Reinhold, Ingenieur bei Goldbeck, werde bis Mitte Februar die Hülle der Reiferei stehen, danach könne die Technik eingebaut werden. Im Juni, so rechnen er und Worm, würden die ersten Bananen den Reifeprozess durchlaufen.

Für Bornas Rathauschefin Luedtke schließt die Bananenreiferei die Lücke, die der Umzug vieler Beschäftigten zum Edeka-Zentrallager nach Berbersdorf gerissen habe, etwas. „Die Überlegungen der Schließung waren für uns als Stadt ein Tiefschlag, daher sind wir für die jetzige Lösung sehr dankbar“, erklärte sie beim Spatenstich. Jetzt müsse sich die Kreisstadt allerdings noch überlegen, ob nicht aus dem Begriff Zwiebel-Borna bald Bananen-Borna werde.

Auch dem Landkreis Leipzig liegt das Projekt von Edeka in Borna am Herzen, wie Gerald Lehne vom Landratsamt in Vertretung von Landrat Henry Graichen (CDU) deutlich machte. „Uns ist es eine Herzensangelegenheit, dass hier investiert wird. Der Standort ist eine sinnvolle Ergänzung zu Sonnenländer in Rötha“, erklärte er. Auch vom Aspekt der Nachhaltigkeit sei der Landrat beeindruckt. „Das Unternehmen stellt sich seiner Verantwortung, sowohl dort, wo die Früchte angebaut werden, als auch hier vor Ort.“ Worm rechnet damit, dass in Zukunft der Standort mit weiteren Reifekammern noch weiter ausgebaut werden könnte. Und auch bei den 14 Arbeitsplätzen müsse es nicht bleiben, hinzu kämen unter anderem noch Logistiker.

Von Julia Tonne

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