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Borna Spatzen siegen bei der Vogelzählung
Region Borna Spatzen siegen bei der Vogelzählung
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17:46 19.05.2015
Im Landkreis am häufigsten gezählt: Der Haussperling. Quelle: Volkmar Heinz
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Borna

Das geht aus der Statistik des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) hervor, dem Träger des Aktionstages.

Bundesweit konnte die Kohlmeise ihren Spitzenplatz als häufigster Wintervogel vom Vorjahressieger Haussperling zurückerobern. Auf den Plätzen folgen, wie im Vorjahr, Blaumeise und Feldsperling. Während für ganz Sachsen das diesjährige Ergebnis genauso ausfällt, sieht es im Landkreis etwas anders aus: Auf den Haussperling (3140 Exemplare) folgen von der Häufigkeit her die Kohlmeise (2186), der Feldsperling (1910) und die Blaumeise (1317). Insgesamt 69 verschiedene Vogelarten haben Teilnehmer der Zählung in Gärten des Landkreises beobachtet. Am seltensten mit jeweils nur einem Exemplar wurden Eisvogel, Kleinspecht und Weißrückenspecht gesichtet. Der Haussperling hat im Landkreis seinen Spitzenplatz aus dem Vorjahr behauptet, 2011 lag hier noch die Kohlmeise vorn.

Bundesweit mehr als 90000 Teilnehmer griffen vom 4. bis 6. Januar zum Fernglas, um Vögel zu zählen. Insgesamt wurden am Aktionswochenende mehr als 2,7 Millionen Exemplare gemeldet, gut eine Million mehr als im Vorjahr. Mit dieser Rekordbeteiligung ist die bundesweite Zählung laut Nabu erneut Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmach-Aktion. Auch im Landkreis Leipzig beteiligten sich dieses Jahr so viele Vogelfreunde, wie nie zuvor. 501 machten im Januar mit, 2012 waren es nur 129, die in 86 Gärten 3626 Vögel zählten. Allerdings waren es im Jahre 2011 schon einmal 353 Teilnehmer gewesen. Davor fand die Nabu-Aktion im Landkreis noch fast keine Beachtung. 2009 hatte es gar keine Beteiligung gegeben und 2010 meldeten lediglich vier Naturfreunde ihre Zähl-Ergebnisse.

Mit besonderem Interesse beobachteten die Forscher in diesem Jahr die Meldungen von Amseln. Hatte diese Vogelart seit zwei Jahren entlang des Rheintals große Bestandseinbrüche durch den Usutu-Virus hinnehmen müssen, gibt es nun Grund zur Hoffnung: "Die Daten geben für die betroffenen Gebiete keinen Hinweis auf weitere Bestandseinbrüche. Stattdessen haben sich die Zahlen auf dem niedrigen Vorjahresniveau gehalten", so Nabu-Vogelschutz-Experte Lars Lachmann. Bundesweit kam die Amsel wie im Vorjahr auf Rang fünf. Im Landkreis Leipzig landete sie mit 905 gezählten Exemplaren auf dem sechsten Platz, wurde allerdings etwas häufiger als im Vorjahr gezählt. Am fünfthäufigsten registrierten Beobachter im Landkreis den Grünfink (1287).

Die Vermutung, dass Zugvögel aufgrund der warmen Witterung vermehrt in Deutschland bleiben, anstatt in den Süden zu ziehen, habe sich für dieses Jahr bei der Zählung nicht bestätigt, so Lachmann.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.02.2013

Inge Engelhardt

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