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Borna Spieß umdrehen: Grimma soll neue Wende für BSV bringen
Region Borna Spieß umdrehen: Grimma soll neue Wende für BSV bringen
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22:16 15.04.2010
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Borna

Losgehen soll es am morgigen Sonnabend im Kreisderby beim FC Grimma. Mit dem hat der BSV noch eine Rechnung offen. Die 1:5-Heimpleite vom Herbst leitete den sportlichen Absturz der Wyhrastädter ein. Die Revanche steht also an. Zweiter Motivationspunkt für die Kicker: Der Verein ist mit der Zahlung der Aufwandsentschädigungen auf dem Laufenden.

Natürlich gibt es in der Sachsenliga keine leichten Kontrahenten – für Borna. Schließlich hat die Truppe zuletzt zweimal remis gegen die jeweiligen Schlusslichter gespielt: 0:0 in Bannewitz, das damit einen Platz gutmachte, und jüngst geradeso 1:1 gegen Blau-Weiß Leipzig. Ergo sind alle schwere Kaliber, und die BSV-Akteure müssen sich, gedanklich, nicht umstellen. Aber steigern muss sich der Bornaer SV (14., 17 Punkte), wenn er beim FC Grimma (9., 28) tatsächlich etwas holen will. Die Verunsicherung, von der die Truppe gegen Blau-Weiß beherrscht wurde, hat sie im Training abgelegt, sagt Coach Thomas Koerth. „Die Stimmung war positiv, alle haben sehr gut mitgezogen.“ Alle, die da waren. Martin und Robert Genschur können jobbedingt selten teilnehmen, Christian Heditzsch ist erkältet. Und die Fußverletzung von Mirko Jentzsch, die er sich am Sonnabend nach kaum zehn Minuten zuzog, hat sich nun doch als Bänderanriss herausgestellt. „Aber er brennt auf einen Einsatz und will am nächsten Wochenende unbedingt wieder mitmischen“, freut sich Koerth übers Engagement des Stürmers. Nicht minder engagiert gingen dessen Kollegen bei den Übungseinheiten in dieser Woche zu Werke, sagt der Coach. „Und es gab Reibereien, das ist positiv.“ Falls doch mal einer einige Prozent nachließ, wurde er von Kapitän Toni Leutert gemaßregelt. „Der ist eine große Stütze für mich“, so Koerth, der noch ohne Co-Trainer ist. Auf dem Plan standen vor allem Spielzüge, auch getrennt in offensiven und defensiven Bereich. „Das Wichtigste ist, dass die Spieler wieder als Mannschaft agieren.“ Team und Coach sind sich einig über die zwei Möglichkeiten, wie die Partie in Grimma angegangen werden soll, sagt Koerth. „Entweder wir kacken uns ins Hemd, oder wir drehen den Spieß um. Und alle wollen den zweiten Fall.“ Er werde die Truppe nach vorn, auf Sieg spielen lassen. „Sie können davon ausgehen, dass ich die Jungs in der Kabine noch mal richtig heiß mache.“ Die Statistik spricht für den BSV. Alle drei Spiele an der Mulde seit dem Aufstieg 2006 hat er gewonnen. Allerdings holte Grimma in dieser Saison aus elf Heimspielen sechs Dreier (darunter gegen CFC II 2:1 und Fortuna Chemnitz 3:1) und drei Remis, nur gegen Eilenburg und Kamenz wurde verloren. Deshalb auch die klare Aussage auf der Homepage des FCG: Es „steht nur ein Sieg zur Debatte“. Den will auch der BSV. Dafür hat der Verein Motivationshilfe gegeben, sagt Fußball-Chef Daniel Salomon. „Wir sind jetzt mit dem Geld ran. Es gibt keine Außenstände mehr bei den Spieler.“ Zudem habe es unter der Woche mehrere Einzelgespräche gegeben – „mit positiven Signalen“. Da kann die Truppe ja endlich wieder mit richtig Biss auflaufen.

Die Ausblicke auf die Punktspiele der Teams auf Bezirks- und regionaler Ebene lesen Sie in der LVZ Borna/Geithain am 16. April.

Olaf Krenz

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