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Borna Sport und Spaß für den guten Zweck
Region Borna Sport und Spaß für den guten Zweck
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16:46 19.05.2015

Der Hilfswelle nach den verheerenden Flutschäden schlossen sich auch die Sportler an, die das Ereignis nutzten, um ihren Beitrag zu leisten, die Millionenschäden an den Sportanlagen im Landkreis zu mindern.

Die Benefizveranstaltung war unter das Motto "Sportler helfen Sportlern" gestellt worden. Es wolle auf dem Weg zurück zur Normalität ein Zeichen setzen und zur Solidarität auffordern, hatte Wolfgang Klinger (CDU), in doppelter Funktion als Erster Beigeordneter des Landkreises und Präsident des Kreissportbundes Landkreis Leipzig (KSB) unterwegs, zuvor betont.

Resonanz und Einsatzbereitschaft imponierten auch dem sächsischen Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP), der beim Höhepunkt am Sonnabend, dem Autobahnlauf auf der noch gesperrten neuen A 72, den schweißtreibenden Halbmarathon absolvierte. Anzug und Krawatte hatte er gegen ein T-Shirt mit Aufschrift: "Sachsens Wirtschaft läuft" getauscht. Der Beweis war nach 2:25,19 Stunden erbracht, die Morlok für die 21,4 Kilometer benötigte. "Auf der Autobahn zu laufen ist ungewohnt und ganz schön anstrengend", ließ er Moderator Michael Wagner gleich nach dem Zieleinlauf wieder gut bei Puste wissen, der die Geschehnisse kurzweilig und informativ kommentierte.

"Die große Solidarität hat mich sehr beeindruckt", so Morlok. "Auch dass Unternehmen, die normalerweise im Wettbewerb untereinander stehen, sich nach dem Hochwasser gegenseitig unterstützen, ist nicht selbstverständlich. Das zeigt: Die Region steht zusammen."

Vielerlei Aktionen vor Ort füllten den Spendentopf, Landrat Gerhard Gey (CDU) dankte allen Teilnehmern und Initiatoren. Zu ihnen gehörte Angelika Diesener, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit bei der Mibrag. Sie brachte einen Scheck über 3000 Euro mit. "Wir sind seit Beginn der Fun- und Trendwochenenden mit dabei und freuen uns über das Engagement ehrenamtlicher Vereine und die Identität des Events mit der Region", sagte Diesener. "Wir unterstützen auch die Flutopfer, wo es uns möglich ist und stellen unsere Technik und Fahrzeuge zur Verfügung."

"Immer, wenn es ums Fahrrad geht, sind wir aktiv", lachte Backhaus-Chef Jens Hennig, selbst passionierter Rennradfahrer, der als Pate für die sechs geführten Radtouren, die am Sonntag aus allen Himmelsrichtung Richtung Borna führten, jeweils 100 Euro spendierte.

Eine Fotoaktion mit Konterfeis von Spendern und Sportlern hatte sich das Druckhaus Borna einfallen lassen. Chef Bernd Schneider präsentierte auch eine druckfrische Sonderausgabe des Landkreisjournals. Brandaktuell prangte das Siegerfoto aller Erstplatzierten des Autobahnlaufes nur wenige Minuten nach der Ehrung im Blatt.

"Es sind gewaltige Anstrengungen nötig, um die Hochwasserschäden zu beseitigen, da ist es selbstverständlich, dass wir zumindest einen kleinen Beitrag für eine geschädigte Einrichtung im Landkreis leisten", betonte Roland Bantle, Regionalgeschäftsführer der Helios-Kliniken. "In Abstimmung mit dem Landratsamt werden 5000 Euro auf die Grundschule und den Hort Pegau sowie die Mittelschule Colditz aufgeteilt."

"Als größte Sportorganisation im Landkreis stehen wir natürlich hinter dem Benefizcharakter", erklärte Vivien Mokry, Regionalkoordinator KSB, der zwischen Basketballkorb und Flipchart unterwegs war, um die erzielten Treffer festzuhalten. Drei Würfe hatte jeder frei, und für jeden Korb wurde ein Euro notiert. "Wir rechnen mit rund 1000 Euro, die der KSB dann an Sportvereine weitergibt, die vom Hochwasser geschädigt wurden." © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.06.2013

Gislinde Redepenning

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