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Sportler aus Dinslaken entdecken das Freibad Regis-Breitingen

Trainingslager Sportler aus Dinslaken entdecken das Freibad Regis-Breitingen

Der Schwimmclub Dinslaken hat das Freibad Regis-Breitingen für sein Trainingslager entdeckt. Die Trainerin ist angetan von der Rührigkeit des Vereins, der das Bad betreibt.

Die zwölfjährige Gina Förster aus Dinslaken pflügt in der Schwimmart Schmetterling durchs Regiser Schwimmbecken.

Quelle: André Neumann

Regis-breitingen. Das Freibad in Regis-Breitingen hat den Durchbruch geschafft. Neuerdings auch bei jungen Schwimmerinnen und Schwimmern aus Dinslaken. Die 71000-Einwohner-Stadt liegt nördlich von Duisburg am Rhein. 15 Jugendliche und zwei Trainer des Schwimmclubs (SC) Dinslaken verbrachten gerade ein Sommercamp und Trainingslager in Regis-Breitingen. Am Vormittag und manchmal auch am Abend, außerhalb der Öffnungszeiten des von einem Verein betriebenen Bades, war hier also Leistungssport angesagt.

Trainerin Sandra Tews war im vorigen Jahr auf das hiesige Bad gestoßen. Der stellvertretene Vorsitzende des Badvereins Rony Räßler ist ihr Schwager. Bei einem Besuch im vorigen Jahr war gerade Neptunfest. Bei der Gelegenheit kam Tews auf die Idee, mit ihrem Verein zu Beginn der Saison hierher nach Sachsen zu fahren. Weil in Nordrhein-Westfalen noch Ferien waren, hatte der SC dort keinen Platz zum trainieren. Das einzige Bad (dank Schiebedach ganzjährig nutzbar) ist während der Ferien der öffentlichen Nutzung vorbehalten. In Regis-Breitingen dagegen hatten die Gäste am Vormittag das Bad für sich. Denn hier war nur während der sächsischen Schulferien ganztägig geöffnet, und die sind schon vorbei.

Ein oder zwei Trainingseinheiten verordneten Sandra Tews und Nils Voss ihren Schützlingen täglich. Die pflügten im Freistil oder im Delphin, in Brust- oder Rückenschwimmtechnik durch das Becken und brachten das Waser mächtig ins Spritzen. Für die Ausdauer gab’s Übungen, die auch noch Spaß machten: Im flachen Wasser zur Rutsche laufen, hoch, runter und zurück schwimmen.

Übernachtet wurde in Zelten, für Frühstück, Mittag und Abendessen stand den Gästen der Clubraum im Sanitärgebäude des Freibades zur Verfügung. Auch ein paar Ausflüge standen auf dem Programm, die meisten hatten mit Wasser zu tun, was im Neuseenland kein Kunststück ist. Einmal badeten die Dinslakener in der Adria, einmal fuhren sie zum Raften in den Kanupark Markleeberg. Den jungen Sportlern gefiel es gut im Freibad, nicht nur des Wassers wegen, dass dann doch ganz schön kalt war, wie der elfjährige Leo sagte. Ihm vor allem gefiel, dass er im Camp mit seinen Freunden zusammen sein konnte. Wem es zu kalt war, der verlegte das Training kurzerhand nach draußen, auf die große Wiese, die es Nelly (12) angetan hatte, wie sie sagte.

Sandra Tews war vor allem auch von der Rührigkeit des Freibadvereins und seiner Helfer angetan. „Zwölf Stunden am Tag sind hier Leute damit beschäftigt, die Anlage so schön in Ordnung zu halten“, stellte sie fest. Auch dies dürfte mit ein Grund dafür sein, dass sie mit ihren Sportlern im nächsten Jahr gern wieder nach Regis-Breitingen kommen möchte.

Die Schwimmer vom Rhein waren nicht die einzigen auswärtigen Besucher im Freibad – kurz zuvor fand hier wieder einmal das Volleyballturnier der Feuerwehren aus Regis-Breitingen, Neukieritzsch und Lobstädt statt, dessen Austragungsort reihum gewählt wird. Zu Gast war dabei noch eine Mannschaft aus Hessen.

In der durchwachsenen Saison mit bisher eher mäßigen Besucherzahlen steuert das Freibad jetzt auf den letzten Höhepunkt zu. Am 2. September wird hier ab 14 Uhr das Regis-Breitingener Stadtfest gefeiert. Unter anderem mit der Kinderdisko Rocky, Neptuntaufe und der Liveband Zentromer.

Von André Neumann

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