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Sportler wünschen sich eine Turnhalle

Sportler wünschen sich eine Turnhalle

Der quasi fehlende Winter und der frühe Frühlingsanfang waren für die Bornaer Sportvereine ein großes Glück. Denn weil es sowohl die Temperaturen als auch die Witterung zuließen, konnten die meisten Sportler in den vergangenen Monaten fast durchgängig draußen trainieren.

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Gunther Sachse sieht Borna auf dem guten Weg, eine Sportstadt zu werden. Mit dem Bau der Glückauf-Halle wurden die Kapazitäten zur Nutzung zwar deutlich erhöht, aber für zwölf Vereine reichen sie immer noch nicht.

Quelle: Julia Tonne

Borna. Die Trainingszeiten in den Turnhallen reichen nämlich bei weitem nicht für alle Vereine aus.

"Eine weitere Turnhalle wäre in Borna dringend notwendig", sagt Ingo Dießner, Vorstandsvorsitzender des Bornaer Sportvereins. Im Winter gebe es nicht ausreichend Hallenzeiten, zudem wiesen einige Turnhallen Mängel auf. "Unsere Kleinsten müssen im Winter immer nach Neukirchen fahren, für die jugendlichen und erwachsenen Fußballer rufen wir des Öfteren bei anderen Vereinen an, ob sie noch freie Plätze in den Hallen haben", erzählt Dießner. Arbeitsgruppe, Stadt und Vereine würden zwar gemeinsam die Hallenzeiten erstellen, aber dennoch ist die Nachfrage gerade im Winter deutlich größer als das Angebot.

Auch Gunther Sachse, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Sport und Stadtrat, betont, dass die "Kapazität im Winter für die Vereinslandschaft knapp" sei. Eine weitere Halle sei durchaus nötig, allerdings entspanne sich die Lage dann in den Sommermonaten, und dann könnte diese zunehmend leer stehen.

Derzeit nutzen rund zwölf Vereine fünf Hallen. Die in Gnandorf und Borna Ost seien lediglich für Vereine Trainingsstätten, Dinter-Turnhalle, Glückauf-Halle und die in Neukirchen würden sowohl von Vereinen als auch von den Schulen genutzt. Doch nicht alle sind einwandfrei in Ordnung. "Die Halle in Borna Ost ist in einem ziemlich maroden Zustand, das Dach ist kaputt und es regnet immer wieder rein", sagt Dießner. Auch die neue Glückauf-Halle wird von den Fußballern genutzt. "Hier gibt es nichts zu beanstanden, wir haben gute Parkmöglichkeiten und kurze Wege." Dießner wünscht sich jedoch mehr Werterhaltung für die Dinter-Halle.

Wenn Sportler Mängel in den Trainingsstätten feststellen, können sie die in das Hallenbuch eintragen. "Die Stadt ist gewillt, die Vereine zu unterstützen und die Mängel abzustellen", macht Sachse deutlich. Deshalb stehe die Sanierung der Halle Ost auf der städtischen Prioritätenliste ganz oben.

In den vergangenen Jahren konnten viele Vereine von Efre-Mitteln profitieren. Sportgeräte wie Kanus, Floorballausrüstung, Boxkissen und Geschwindigkeitsmesser konnten davon angeschafft werden. 2013 wurden die Mittel eingestellt, weshalb der Förderverein der Bornaer Sportvereine gegründet wurde. "Wir sprechen mit ortsansässigen Firmen und hoffen auf Unterstützung", betont Sachse. Die erste Möglichkeit dafür bietet sich am 24. Mai. Dann findet im Rudolf-Harbig-Stadion der vierte Tag des Sports statt. Vorher wird zwei Wochen lang die Tartanbahn gesperrt, weil diese rundum erneuert wird. Nächstes Jahr ist Borna gar Austragungsort für die Deutsche Meisterschaft im Querfeldeinfahren. "Borna ist auf dem besten Weg, eine Sportstadt zu werden", sagt Sachse. Dazu würden die Vereine maßgeblich beitragen.

Viele von ihnen nehmen ihre Trainingsstätten mittlerweile selbst in die Hand. So hat der BSV das Stadion in der Witznitzer Straße gepachtet, um Rasenpflege, Bandenanstrich und alle Ausbesserungen kümmern sich die Fußballer selbst. Und auch in den anderen Hallen legen die Sportler Hand an, wenn es eigenständig machbar ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.05.2014
Julia Tonne

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