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Borna Sportlerheim Groitzsch erhält neue Fassade
Region Borna Sportlerheim Groitzsch erhält neue Fassade
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00:36 21.05.2018
Aus dem Sportlerheim ist „Maximilians Restaurant am Sportzentrum“ geworden. Der Groitzscher Bürgermeister Maik Kunze (l.) gratuliert Pächter Max Wildensee zur Eröffnung. Quelle: Stadtverwaltung
Groitzsch

Der Begriff Sportlerheim wird sich wohl im Groitzscher Sprachgebrauch noch ein ganze Weile halten. Dabei firmiert die gastronomische Einrichtung im kommunalen Gebäude an der Schletterstraße nun als „Maximilians Restaurant am Sportzentrum“. Und obwohl die neue Lokalität seit dem 8. Mai in Betrieb ist, nachdem bei der Eröffnungsfeier am Vorabend auch Bürgermeister Maik Kunze (CDU) Pächter Max Wildensee gratuliert hatte, gehen die Sanierungsarbeiten weiter.

Stadtrat vergibt Auftrag

Für die Renovierung der Fassade hat der Stadtrat am Donnerstag den Auftrag erteilt – zu einem beachtlichen Preis. Als günstigster von nur zwei Bietern erhielt das Bauunternehmen Wolf aus Göpfersdorf den Zuschlag für rund 151 700 Euro.

Abgeordneter Peter Fröhlich von der Groitzscher Wählervereinigung Bürgerinitiative Soziales Sachsen (BISS) monierte eine Salamitaktik der Stadtverwaltung, nachdem der Eindruck eines fertiggestellten Projekts erweckt worden sei. Und für die kleine Fläche, die zu sehen ist, ist das eine enorme Summe, schob er nach.

Etwas zurückzuhalten, „ist nicht unsere Art“, entgegnete der Bürgermeister.“ Dass die Fassade später erneuert werde, sei in einer Ratssitzung angekündigt worden. „Ich war genau so überrascht über die Zahl“, sagte er. „Doch wenn man genauer hinschaut, sieht man das Elend. Das Haus ist eben in die Jahre gekommen.“

Neuer Anstrich reicht nicht

Dass es, wie geplant, nur einen neuen Anstrich gibt, reiche nicht. „Da sind Moniereisen zu sehen, und ein Teil der Dämmung kommt dazu.“ Kunze gab die Informationen des Planers weiter, dass nicht nur die Front an der Straße, sondern auch Rückseite, Kegelbahn und Gang inbegriffen sind. „Es geht um rund 700 Quadratmeter Fläche. Teils wird der Putz abgeschlagen und erneuert, teils nur überspachtelt.“

Nach weiteren vorgesehenen Arbeiten fragte Mario Straßburger (CDU). Zudem wollte er die aktuellen Kosten fürs Gesamtprojekt wissen. Laut Bauamtschef Dirk Schmidt steht noch die Gangüberdachung zur Kegelbahn an. Und bis jetzt zahlt Groitzsch rund 750 000 Euro für die Sanierung des Sportlerheims.

„Bei einem Ansatz von 400 000 Euro“, warf Bürgermeister Kunze ein. „Aber wir haben auch einiges mehr gemacht, mehr machen müssen, als vorgesehen. Das ist kein Luxus. Es war alles nötig.“

Von Olaf Krenz

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