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Borna Sportvereine nehmen sanierte Halle in Borna-Ost in Beschlag
Region Borna Sportvereine nehmen sanierte Halle in Borna-Ost in Beschlag
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00:20 07.08.2017
Die E-Jugend des BSV testet für die kommende Wintersaison schon mal Bodenbelag und Tore. Quelle: Jens Paul Taubert
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Borna

Wenn Sportler keinen oder nur eingeschränkt Sport machen können, ist das eine Höchststrafe. Von daher war es nicht verwunderlich, dass etliche Bornaer am Freitag die Turnhalle Ost in Beschlag nahmen und auch gleich zu Volley- und Handball griffen, um die dortigen Trainingsbedingungen zu testen. Die Motivation war riesig, schließlich war die Dreifelderhalle ein Jahr lang aufgrund der energetischen Sanierung geschlossen.

Zwar wurde die Sportstätte bereits Mitte Juni wieder für den Spielbetrieb freigegeben, allerdings musste die offizielle Eröffnung warten. Grund dafür: Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) sollte mit von der Partie sein, immerhin hatte er Ende 2015 den Fördermittelbescheid überbracht.

In der Halle selbst gab es kein Fleckchen, das nicht in den vergangenen Monaten angefasst worden wäre. Die Sanierung umfasste die Gebäudehülle, das Dach, die Elektroanlagen und die Heizungsanlage. Für etwas Verzögerung bei den Bauarbeiten sorgte ein Posten, der zuvor nicht einkalkuliert worden war: die Fensterfront musste komplett ausgetauscht werden, nachdem festgestellt wurde, dass die bisherigen Fenster vor zehn Jahren falsch herum eingebaut worden waren. Das wiederum führte dazu, dass es in die Halle regnete.

Etliche Bornaer haben am Freitag die sanierte Turnhalle Ost in Beschlag genommen und auch gleich zu Volley- und Handball griffen, um die dortigen Trainingsbedingungen zu testen. Die Motivation war riesig, schließlich war die Dreifelderhalle ein Jahr lang aufgrund der energetischen Sanierung geschlossen.

„Die Halle ist wirklich ein Traum“, brachte es Jörg Semper, Vorsitzender des Bornaer Handballvereins, auf den Punkt. Vor allem die Wünsche zum Bodenbelag und zum Licht seien ganz nach den Vorstellungen der Sportler umgesetzt worden. „Es ist jetzt so hell in der Halle, dass wir den Ball nicht mehr suchen müssen, sondern auf Anhieb finden“, sagte er. Auch Henry Kunze vom SV Blau-Gelb Borna war sichtlich zufrieden. Er lobte, dass die energetische Sanierung durch die Instandsetzung der Sanitäranlagen und die Erneuerung des Fußbodens ergänzt worden ist. Im November beginnt für die Hockeyspieler wieder der Wettkampfbetrieb in der Ost-Arena, wie die Sportler die Halle liebevoll nennen. Training allerdings findet nach wie vor in der Glück-Auf-Halle in Borna Nord statt, auch wenn der SV gerne nach Ost umziehen würde. Doch freie Kapazitäten sind hier Mangelware.

Der erste Wettkampf in Ost wurde übrigens gleich am Freitag ausgestragen: Die Handballer traten gegen die Volleyballer im Volleyball an.

2,2 Millionen Euro hat die komplette Sanierung gekostet, rund 1,5 Millionen Euro davon kamen aus verschiedenen Fördertöpfen des Freistaates. „Moderne Sportanlagen, die allen Anforderungen gerecht werden, sind die Grundlage für Spaß am Sport und gute Leistungen“, begründete Ulbig die Investitionen des Landes Sachsen in die Sportstätte. Dabei sei der Sport die eine Seite der Medaille, die andere Seite seien Teamgeist, Fairness und Respekt, die groß geschrieben werden. Für Bornas Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke) standen der Erhalt und die Sanierung vor allem deshalb im Fokus, weil die Halle nicht ausschließlich für die Vereine wichtig sei, sondern für den ganzen Stadtteil. Denn gerade hier werde eine unglaublich wichtige Arbeit – allen voran im Kinder- und Jugendbereich – geleistet.

Mit der „Ost-Arena“ hat die Stadt nun drei fertig sanierte Sportstätten in der Kernstadt, „bleiben noch die Halle in Borna West und die Weiterführung der Sanierung in Gnandorf“, machte Luedtke deutlich. Und auch in den Ortsteilen gehe es voran. Die letzte nicht sanierte Trainingsstätte sei die in Eula, allerdings seien hier mittlerweile die Baufirmen angerückt. „Dass wir all diese Turnhallen dringend brauchen, ist unstrittig. Das zeigen uns die Probleme bei der jährlichen Erarbeitung der Belegungspläne“, erklärte die Rathauschefin.

Von Julia Tonne

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