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Borna Spot an für das Pegauer Rathaus: Marktumbau zieht sich bis Ende Oktober hin
Region Borna Spot an für das Pegauer Rathaus: Marktumbau zieht sich bis Ende Oktober hin
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00:17 30.06.2017
Der Marktplatz von Pegau sieht zurzeit aus wie ein gerupftes Huhn. Bis Ende Oktober ziehen sich die Bauarbeiten noch hin. Quelle: Kathrin Haase
Pegau

Der Pegauer Marktplatz sieht zurzeit aus wie ein gerupftes Huhn. Mehrere Bagger graben sich tief in die Erde und entfernen alte Gehwegplatten und Pflastersteine, kein Quadratzentimeter bleibt unberührt. Wie schon sein großer Bruder Kirchplatz wird nun auch die gute Stube von Pegau schick und fit für die Zukunft gemacht, die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 350 000 Euro.

„Jetzt gehts los“, verkündete Bürgermeister Frank Rösel (parteilos) in der jüngsten Stadtratssitzung. Seit Montag vergangener Woche ist die Nordseite vor dem Rathaus mit einem Bauzaun gesperrt und damit für jeglichen Straßenverkehr tabu. Besucher der Stadtverwaltung, der Sparkasse, des griechischen Restaurants sowie benachbarter Wohn- und Geschäftshäuser müssen in den kommenden Wochen auf Parkplätze in der näheren Umgebung ausweichen. Laut Bauamtsleiter Gunther Grothe ziehen sich die Bauarbeiten planmäßig bis Ende Oktober hin. „Der Karnevalauftakt am 11.11. vor dem Rathaus ist Pflicht, bis dahin müssen wir fertig sein“, steckt er den zeitlichen Rahmen ab. Wie jedes Jahr läuft die große Saisoneröffnung des Pegauer Karnevalklubs auf einer Showbühne unmittelbar vor dem Rathaus ab und zieht Hunderte Gäste an.

Zentraler Punkt des Marktumbaus wird die Erneuerung des Pflasters. Wie schon auf dem Kirchplatz soll auch hier Granitpflaster verlegt werden, in Abstimmung mit dem Denkmalschutz, berichtet der Bürgermeister. Gleichzeitig verschwinde die Grünfläche in der Mitte, Nord- und Südseite ergeben künftig eine Ebene mitsamt neuer Entwässerung. An der durchführenden Staatsstraße S 68 „vergreifen wir uns aber nicht“, so der Stadtchef weiter. „Sie bleibt, wie sie ist.“ Den Auftrag dazu hatte der Stadtrat an die Firma Spora Kies GmbH aus Elsteraue zu einem Preis von 280 000 Euro vergeben. 80 Prozent davon werden über das Programm Städtebaulicher Denkmalschutz gefördert.

An der Anzahl der Pkw-Stellplätze rund um den Marktplatz ändere sich jedoch nichts, sie werden lediglich etwas anders angeordnet, erläutert Gunther Grothe. Auch die beiden Skulpturen aus früheren Bildhauer-Pleinairs – „Chinesischer Löwe“ von Jiang-Bian Harbort und „Madame P. (Verdreht)“ von Rainer Jacob – bleiben diesem Standort treu, heißt es weiter aus dem Rathaus.

Ein anderes Augenmerk liegt auf den Elektroarbeiten. Den Auftrag dazu hat für 27 300 Euro die ortsansässige Firma Elektro-Müller erhalten, 80 Prozent der Summe werden mit Denkmalschutzmitteln abgedeckt, den Rest bezahlt die Kommune aus der eigenen Tasche. Nach Informationen des Bauamtsleiters soll der fest installierte Elektrokasten aus dem Sichtfeld verschwinden und durch einen sogenannten Senkkasten ersetzt werden. Dieser könne je nach Bedarf rein- und rausgefahren werden. Die beiden rustikalen Kandelaber bekommen ebenfalls neue Aufsätze und Spots, um das Rathaus bei Einbruch der Dunkelheit anzuleuchten. Dafür werden sie leicht versetzt, so Gunther Grothe.

Vor zwei Jahren ist bereits der Kirchplatz für eine halbe Million Euro saniert worden: mit neuem Pflaster, Entwässerungsleitungen, zusätzlichen Stromverteilern und Bodenstrahlern für die Kirche.

Von Kathrin Haase

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