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Borna Sprayer in Neukirchen und Elstertrebnitz am Werk
Region Borna Sprayer in Neukirchen und Elstertrebnitz am Werk
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05:02 03.05.2018
Graffiti-Projekt mit der Farbküche aus Altenburg: Experte Ralf Hecht (r.) berät Jonny beim Sprayen an der Lernförderschule Elstertrebnitz. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna/Elstertrebnitz

Mit Hilfe von Farbspraydosen haben jetzt Schüler in Neukirchen und Elstertrebnitz ihre Ideen sichtbar gemacht. Unter Anleitung von Experten entstanden auf Leinwand und auf einem tristen Container Graffiti. Die Elstertrebnitzer dokumentieren mit ihrem Stück eine Verweigerungshaltung zum Rauchen und wollen damit einen Preis gewinnen.

Atelier auf dem Schulhof Neukirchen

Der Schulhof der Neukirchener Grundschule war kürzlich Atelier, Kunstzimmer und Galerie in einem. Die vierte Klasse bekam von den zwei Künstlern Ralf Hecht und Susann Seifert aus Altenburg mehrere Stunden Unterricht in Graffiti-Gestaltung. Ziel des Projekts war der triste und schmucklose Spielzeug-Container auf dem Hof.

Erst erstellen die Kinder eigene Entwürfe, dann geht es an die Umsetzung am Container. Quelle: Julia Tonne^

Doch bevor es für die Kinder mit den Spraydosen an das Objekt ging, wurde zunächst auf Pappleinwänden geübt. „Wenn die Kinder erst einmal den Sprühimpuls rauslassen können, fällt es ihnen hinterher leichter, sich zu konzentrieren“, sagte Seifert. Seit Jahren ist sie mit ihrem Mann in Schulen unterwegs ist, um Prävention und künstlerisches Gestalten miteinander zu koppeln. Zum einen gibt es Hinweise, einen Vortrag und ein Video zum illegalen Sprühen, zum anderen die Möglichkeit, die Kinder mit dieser Kunstrichtung vertraut zu machen – auf extra dafür zur Verfügung gestellten Flächen.

Farbschlacht und ein Lied für Künstler

„Für die Kinder ist es faszinierend zu sehen, wie Graffiti entstehen und wie das Handwerk funktioniert“, machte Kunstlehrerin Charlene Barthel deutlich. Deshalb habe es zu Beginn des ungewöhnlichen Kunstprojektes zunächst eine „Farbschlacht“ gegeben. Die daraus entstandenen Werke zierten schließlich den Schulhof. Für die beiden Künstler war der Besuch in Neukirchen nicht nur hinsichtlich des Ortes eine Premiere, sondern auch wegen der Begrüßung: „In all den Jahren, die wir das schon machen, hat noch nie eine Klasse für uns gesungen“, freute sich Hecht.

Kunst und Alltag – ein Beweis von Nichtrauchern

In Elstertrebnitz sind die Graffiti Gestaltungsmittel für den Wettbewerb „Be smart – don’t start“, an dem die Klasse 7 a im zweiten Jahr teilnimmt. „Die elf Schüler müssen einerseits Woche für Woche beweisen, dass sie nicht mit dem Rauchen anfangen“, erklärte Lehrerin Eva-Maria Dickelhut. „Und dann kann eine kreative Aktion zu diesem Thema prämiert werden.“ Im Vorjahr hatten die Mädchen und Jungen ein kleines Theaterstück aufgeführt und schließlich 200 Euro gewonnen. Diesmal hatten sie mehrheitlich entschieden, ein gespraytes Bild einzureichen.

Damit das Ganze Hand und Fuß hat, wurden auch hier die Altenburger Farbküche-Mitarbeiter Susann Seifert und Ralf Hecht eingeladen. Gearbeitet wurde über zwei Tage, sagte Dickelhut. „Zunächst ging es darum, ein tolles Motiv zu finden. Dann haben die Experten die Kinder in die Technik eingeführt.“ Nach und nach sprühten die Schüler unter Anleitung die Farben auf drei Leinwände. „Die Fotos davon haben wir zur Wettbewerbskommission geschickt“, erzählte die Lehrerin für Mathematik, Biologie und Informatik. Nun warten alle darauf, dass es für Ende Mai wieder eine Einladung nach Dresden gibt. „Und die Originale hängen wir im Schulhaus auf.“

Von Julia Tonne und Olaf Krenz

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