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Borna Stabwechsel im Kultusamt
Region Borna Stabwechsel im Kultusamt
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14:30 19.05.2015
Stabwechsel im Kultusamt des Landkreises: IInes Lüpfert ein folgt Manfred Schön. Quelle: Thomas Kube

Mit Manfred Schön (65), seit 1990 Amtsleiter, geht einer der dienstältesten Mitarbeiter in der Kreisbehörde. Für die Neubesetzung der Stelle gab es ein Dutzend Bewerber.

Reichen die neu angemeldeten Fünftklässler aus, um an den Oberschulen des Landkreises die geforderte Mindestzahl von 40 Schülern zu erreichen? Eine Frage, die Jahr für Jahr Mitte März Eltern, Schüler und die lokale Politik bewegt. Gestern endete die Anmeldefrist. - Für Ines Lüpfert, ab Montag die Frau an der Spitze des Kultusamtes des Landkreises, ist die Schulnetzplanung ein Schwerpunktthema, gleich vom ersten Tage an. Dieser Herausforderung ist sich die 35-Jährige bewusst. Bange ist ihr davor nicht, hatte sie doch ein Jahrzehnt lang in der Kreisbehörde - erst in Grimma, nach der Fusion in Borna - die Jugendhilfeplanung auf dem Tisch.

Landrat Gerhard Gey (CDU) nutzte die Sitzung des Kreistags am Mittwoch in Borna, um Manfred Schön, der das Rentenalter erreicht hat, für seine Arbeit zu danken - und um Ines Lüpfert vorzustellen. Schön hinterlasse eine große Wissenslücke, "die erst einmal gefüllt werden muss", sagte Gey. Er genieße hohe Anerkennung in der Kulturszene des Landkreises, die keiner besser kenne als Schön selbst. Gey lobte die "zuverlässige und engagierte Arbeit" des scheidenden Kultusamtsleiters. "Er war ein angenehmer Partner."

Schön ist ebenso lange in einer Kreisbehörde beschäftigt wie der Landrat selbst. Während Gey allerdings 1990 in Grimma Landrat wurde, übernahm Schön zweieinhalb Monate vor dem Ende der DDR im Kreis Geithain Verantwortung als Leiter des Jugendamtes. Die Funktion behielt er, als der Kreis Borna/Geithain und später Leipziger Land hieß. Ab 1995 führte der Bad Lausicker das Kultusamt, war ab 1999 zugleich als Sekretär im Kulturraum Leipziger Raum für die Sicherung der regionalen Kultur verantwortlich. Zum Amt gehören 50 Mitarbeiter, davon 20 in der Verwaltung.

Als Mitarbeiterin der Stabsstelle des Jugendamtes, der nach dem Kommunalen Jobcenter stärksten Kreisbehörde, sammelte Ines Lüpfert Erfahrungen. "Konzepte entwickeln, Strategien aufzeigen", betrachtet sie als ihre Stärken. Das Sozialraumkonzept des Landkreises mit dem Fokus auf Familienfreundlichkeit trägt maßgeblich Lüpferts Handschrift, hat sie es doch im damaligen Amt für Familienförderung entwickelt: "Viele Themen, denen ich mich jetzt widmen werde, haben etwas mit Familienfreundlichkeit zu tun."

Nach dem Abitur studierte die in Greifenhain Aufgewachsene Soziale Arbeit, arbeitete nach dem Diplom an einer Schule, wechselte als Sozialplanerin zur Kreisbehörde, übernahm nach der Behördenfusion die Planung des Bereichs Jugendhilfe: ein weites Feld von Schulsozialarbeit bis Erziehungsberatung, von Jugendtreffs bis Jugendgerichtshilfe. Ein Feld, in dem es auf ein Miteinander verschiedenster Partner ankommt, auf Netzwerk-Arbeit: "Gerade deshalb ist das für mich so spannend." Jetzt, nach zehn Jahren, hat sich Ines Lüpfert auf die ausgeschriebene Kultusamtsleiter-Stelle beworben. Die Mutter zweier Kinder im Grundschulalter, die mit ihrer Familie in Bad Lausick lebt, möchte etwas Neues beginnen: "Ich weiß, dass mich meine Familie unterstützt. Sonst ginge das gar nicht."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.03.2014
Ekkehard Schulreich

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