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Borna Stadt fordert Entlastung vom Durchgangsverkehr
Region Borna Stadt fordert Entlastung vom Durchgangsverkehr
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05:05 25.04.2018
Verkehr auf der Bornaer Sachsenallee: Davon soll die Stadt entlastet werden, heißt es in einer Stellungnahme der Stadt zum Regionalplan Westsachsen. Quelle: Andreas Döring
Borna

Die Stadt Borna macht sich weiter für eine Verbindung zwischen der B 93 und der Staatsstraße 51 im Süden der Wyhrastadt stark. Bei der Staatsstraße handelt es sich um die vormalige B 95, die nach der Fertigstellung des Autobahnabschnitts bis Borna vor fünf Jahren herabgestuft wurde.

Bauausschuss verabschiedet Stellungnahme

Die Forderung nach einer neuen Straße steht deshalb auch in der Bornaer Stellungnahme zum Regionalplan Leipzig-Westsachsen, die der Bauausschuss kürzlich verabschiedet hat. Eine neue Straße sei wichtig, um Borna vom Durchgangsverkehr, der sich tagtäglich durch die Stadt ergießt, zu entlasten. Der Regionalplan ist die verbindliche Grundlage für die Entwicklung des Großraums Leipzig.

In der Stellungnahme der Stadt heißt es weiter, eine „Grünzäsur“ dürfe dem Bau einer entlastenden Ortsumgehung nicht entgegenstehen. Aus dem Planerdeutsch übersetzt bedeutet das, dass im Zweifel auch Bäume zum Zwecke einer deutlichen Verbesserung der Lebensverhältnisse, wie sie durch den Bau einer neuen Trasse möglich wären, fallen könnten.

„Ansätze touristischer Entwicklung“

Außerdem wird in der Bornaer Stellungnahme zum Regionalplan formuliert, dass Borna als „ein Gebiet mit der Eignung“ oder auch mit „Ansätzen für eine touristische Entwicklung“ auszuweisen sei, die Stadt also entsprechendes Potenzial hat. Und weiter: „Die Stadt verfügt über einen hohen Ausstattungsgrad an erholungsrelevanter Infrastruktur.“

Dazu gehörten moderne ganzjährige Einrichtungen wie die Schwimmhalle und das Sportzentrum im Norden der Stadt, aber auch kulturelle Angebote wie das „Stadtkulturhaus als multifunktionale Kultur- und Tagungsstätte“ und Sehenswürdigkeiten wie die Stadt- und die Emmauskirche nebst Lutherdenkmal. Nicht zuletzt sei Borna ein bedeutender Standort am Lutherweg.

Arten- und Biotopschutz

Auch das Areal der ehemaligen Reithalle rückt in der Bornaer Positionierung zum Regionalplan in den Fokus. Das Gebiet wird als „Vorranggebiet“ für Arten- und Biotopschutz sowie für den vorbeugenden Hochwasserschutz klassifiziert. Deshalb gelte dort auch ein Bebauungsverbot. Dennoch bestehe das Ziel der Stadt darin, die Fläche unter Berücksichtigung dieser Gegebenheiten „wieder nutzbar zu machen und einer Bebauung zuzuführen“.

Von Nikos Natsidis

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