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Borna Stadt will Sportplatz in Espenhain nicht verkaufen
Region Borna Stadt will Sportplatz in Espenhain nicht verkaufen
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08:00 06.11.2018
Der Espenhainer Sportplatz wird wohl vorerst nicht verkauft werden. Quelle: André Neumann
Rötha/Espenhain

Die Stadt Rötha denkt vorläufig offenbar nicht mehr über den Verkauf des Espenhainer Sportplatzes nach. Sehr zum Ärger einer Espenhainer Familie, die den Platz gern kaufen würde, um darauf ein Freizeitangebot zu entwickeln.

Für einen letzten Vorstoß in dieser Richtung wartete Familie Deubel jetzt sogar eine mehrstündige Sitzung des Stadtrates ab, in der der Abgeordnete Uwe Wellmann (CDU) erst ganz am Schluss die Rede noch einmal auf den Sportplatz brachte. Er wollte wissen, wie es nach der Absage an einen Verkauf nun weitergehe mit dem Areal.

Familie Deubel will Fußballgolf auf dem Sportplatz anbieten

Abgeordneter Uwe Wellmann sprach in der Stadtratssitzung das Thema Sportplatz an. Quelle: privat

Hintergrund: Der Sportplatz steht mit auf einer Verkaufsliste für Liegenschaften, von denen die Stadt Rötha sich auf Grund eines Haushaltsicherungskonzeptes trennen soll. Auf eine Ausschreibung hin gab es nur zwei Bewerbungen. Die Pläne eines Leipziger Unternehmens für ein millionenschweres Sport- und Freizeitareal mit Hallen und Freigeländen stieß auf deutlich mehr Skepsis als Begeisterung. Das Angebot von Familie Deubel, die mit Fußballgolf kleinere Brötchen auf dem Gelände backen wollte, blieb deutlich unter dem Verkehrswert. Der Ältestenrat des Stadtrates hatte daraufhin den beabsichtigten Verkauf gestoppt.

Röthas Bürgermeister Stephan Eichhorn ließ Thema offen

Auf Wellmanns Anfrage hin ließ Röthas Bürgermeister Stephan Eichhorn (parteilos) das Thema allerdings bewusst offen. „Vom Grundsatz her“, sagte er, „gibt es keine Entscheidung.“ Tatsächlich war der Verkauf in keinem Gremium abgelehnt worden, die Verwaltung hatte ihn nach turbulenter Debatte auf einer von etlichen Espenhainern besuchten Ausschusssitzung lediglich nicht mehr auf die Tagesordnung gesetzt.

„Übergangsweise“, so formulierte es Eichhorn, engagiere sich der Ortschaftsrat für den Sportplatz. Der hat vor allem das Ortsjubiläum zum siebenhundertjährigen Bestehen im Jahr 2022 im Blick, für das der Sportplatz zur Verfügung stehen soll. Und setzt auf Eigeninitiative. „Der Ortschaftsrat erstellt ein Nutzungskonzept“, sagte Ortsvorsteher Heiko Anger im Stadtrat. Und nicht nur das.

Er will sich auch um die Sanierung der Toiletten kümmern. Vor allem deswegen, damit zu Veranstaltungen wie zum großen Volksfest am 1. Mai keine Toilettenhäuschen mehr gemietet werden müssen, wie Anger sagte. Auch die Gebäude sollen bis zur 700-Jahr-Feier hergerichtet werden , sagt Eichhorn, der von einer kurzfristigen Lösung spricht.

Von André Neumann

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