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Borna Stadtmuseum Pegau: Sonderschau lockt Besucher
Region Borna Stadtmuseum Pegau: Sonderschau lockt Besucher
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06:15 07.10.2018
Blick ins Heimatmuseum Pegau – mit der Sonderausstellung über die Superintendenten von 1539 bis 1878. Quelle: Hans-Hermann Koch
Pegau

Nach einem heißen Sommer legt das Museum der Stadt Pegau jetzt wieder eine Ruhepause ein. 1250 Besucher wurden hier vom 1. Mai bis zum 3. Oktober gezählt, berichtet der Museumsleiter Hans-Hermann Koch. Neben den beiden ständigen Ausstellungen „Aus dem Leben der alten Pegauer“ und „Mammute, Mönche, Macher“, von Ortschronist Tylo Peter konzipiert, lockte vor allem die Sonderausstellung über Pegaus Superintendenten von 1539 bis 1878 in die obere Etage des Renaissance-Rathauses.

Viele Schulklassen sind gekommen

„Unter den Besuchern waren wie immer viele Schulklassen“, so Hans-Hermann Koch, etwa aus der Berufsschule Borna, dem Groitzscher Gymnasium, der Schule für Lernförderung in Elstertrebnitz oder aus den Grundschulen Groitzsch und Pegau. Die am stärksten frequentierten Tage waren wieder das Altstadtfest-Wochenende mit 390 Besuchern, der Tag des offenen Denkmals mit 98 und das Oldtimertreffen mit 212 Gästen.

Die Legende um Superintendent Samuel Lange

Mittlerweile erfolgt der Abbau der Sonderausstellung mit den überdimensionalen und mehrere hundert Jahre alten Gemälden der Pegauer Superintendenten und Archidiakone. So zeigt ein 1,30 mal 2,50 Meter großes Ölgemälde den Superintendenten Samuel Lange, der der Legende nach im Dezember 1644 im 30-jährigen Krieg mit seinen Chorknaben den Schwedengeneral Lennart Torstensson davon abbrachte, Pegau völlig zu zerstören.

Gemälde gehen zurück in die Kirche

„Die Gemälde, die mit freundlicher Genehmigung von Pfarrer Torsten Reiprich und dem Kirchenvorstand zur Verfügung gestellt wurden, gehen nun wieder zurück auf die Galerie neben der Kreuzbach-Orgel“, berichtet der Museumsleiter. Nahtlos schließen sich die Vorbereitungen für die nächste Sonderausstellung an. Stadtwehrleiter Dietrich Baldeweg und die Historiengruppe der Freiwilligen Feuerwehr erarbeiten zum 150. Jubiläum der Pegauer Feuerwehr 2019 eine Sonderschau im Museum und in der Türmerstube.

Sonderausstellungen seit 2012

Die Geschichte der Sonderausstellungen reicht ins Jahr 2012 zurück. Damals zeigte das Stadtmuseum Kunst und Mangas von Anja Roth und Anja Harthmann. Es folgten „Die hässliche Seite der napoleonischen Kriege“ (2013), die Jubiläumsausstellung des Pegauer Karnevalklubs (2014), Archäologie im Revier (2015), Kinderspiele aus den letzten hundert Jahren (2016) sowie Krieg und Frieden – Gemälde von Rainer Pleß (2017).

Erstmals Sonderschau in den Wintermonaten

„Anfang dieses Jahres präsentierte das Museum erstmals eine Sonderausstellung über die Wintermonate“, erinnert Hans-Hermann Koch an die gelungene Premiere. Die Geschichtsgruppe der Pegauer Oberschule stellte mit ihrem Lehrer Michael Rabe eine archäologische Bilderausstellung über die Brunnenausgrabungen in der Region zusammen.

Rund 260 Besucher in der Ziegelei Erbs

Parallel dazu empfing das Technische Denkmal Ziegelei Erbs an der Bundesstraße 2 in diesem Jahr 264 Besucher. Darüber hinaus erwartet Kai Lemke, Vorstandsmitglied im Verein für Heimatkunde zu Pegau während der Herbstferien noch Gruppen aus den Schulhorten.

Grünes Klassenzimmer mit Dach ist geplant

Wetterunabhängig sind die Besuchergruppen in der Ziegelei Erbs ab dem nächsten Jahr, kündigt der Museumsleiter an. Dann steht ein überdachtes grünes Klassenzimmer mit Tischen und Stühlen für 32 Personen zur Verfügung. „Allzu oft standen die Wandergruppen im Regen oder drückten sich im engen Pressenhaus mit triefenden Nasen zusammen.“ Möglich machte die Anschaffung des grünen Klassenzimmers eine Geldspende der Mitgas GmbH, der Stadt Pegau sowie eine Sachspende der Firma Baudienstleistungen Roberto Mehlhose. Auf Initiative des Storchenbeauftragten Andreas Fischer ist in diesem Herbst noch ein Teilverfugen der Esse vorgesehen, um deren Standfestigkeit in den nächsten Jahren zu gewährleisten.

Von Kathrin Haase

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