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Borna Stadtmuseum Pegau eröffnet Saisonmit Sonderschau „Krieg und Frieden“
Region Borna Stadtmuseum Pegau eröffnet Saisonmit Sonderschau „Krieg und Frieden“
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15:21 23.04.2017
Diese funktionsfähige, naturgetreu nachgebaute Bockwindmühle ist ab Mai im stadthistorischen Museum Pegau zu sehen. Zur Verfügung gestellt hat sie Arndt Bergmann aus Weideroda. Quelle: Hans-Hermann Koch
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Pegau

Nach der erfolgreichen Saison mit 1600 Besuchern in der Spiele-Sonderausstellung im vergangenen Jahr, rüstet sich das stadthistorische Museum Pegau zu neuen Taten. Nach dem Winterschlaf von Oktober bis April geht es an den Frühjahrsputz in Turm, Türmerstube und den Ausstellungsräumen, informiert der Museumsleiter Hans-Hermann Koch. Am 1. Mai beginnt die neue Saison.

Einige Neuheiten wurden dem Museum als Leihgabe oder Geschenk übergeben, darunter Sterling-Motoren mit Luft- und Wasserkühlung des Elstertrebnitzer Bastlers Hans Gangloff sowie eine mannshohe Bockwindmühle, funktionsfähig und naturgetreu nachgebaut von Arndt Bergmann aus Weideroda. Der Bauer nutzte die ruhigen Wintermonate, um zahlreiche Basteleien aus Holz zu fertigen, etwa einen Heuwagen, eine gelbe Postkutsche oder einen Vogelpavillon.

Zurzeit stehen die Ausstellungsstücke für eine neue Sonderausstellung mit dem Thema „Krieg und Frieden“ bereit. Neben alten Dokumenten wie Einquartierungsbelegen, Brot-, Branntwein- und Bierzuteil-Scheine aus den Jahren 1806 bis 1813, sind auch ein weltliterarisches Hauptwerk von Leo Tolstoi präsent, sowie Puppen in zeitgemäßer Mode. Gertraud Matthes, Marketenderin der Pegauer Chevaulegers lieferte eine beachtliche Zuarbeit und Wort und Bild über das zivile Soldatenleben des vor 200 Jahren in Pegau stationierten königlich-sächsischen Cheveauleger-Regiments „Prinz Clemens“. Von ihnen kehrte 1812 nach dem Russlandfeldzug Napoleons nur eine Handvoll zurück.

Wesentliche Stütze der Ausstellung ist eine Leihgabe von 30 Ölgemälden des Pegauer Künstlers Rainer Pleß, die allesamt dem zivilen und militärischen Leben des beginnenden 19. Jahrhundert gewidmet sind. Diese Serie hat der Maler, Bildhauer und Initiator des Pegauer Bildhauerpleinairs eigens zur 200-Jahr-Feier der Völkerschlacht von 1813 gemalt und erst in zwei Ausstellungen in Pegau und Großgörschen präsentiert.

Die Öffnungszeiten des Museums haben sich nicht geändert, berichtet Hans-Hermann Koch weiter. Jeweils dienstags, donnerstags und sonntags von 8 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr können sich die Besucher in den Räumen umsehen. Der Eintritt beträgt für Erwachsene einen Euro für den Turm und einen Euro fürs Museum. Kinder haben im Museum freien Eintritt, der Turmbesuch kostet für sie 50 Cent.

In der Ziegelei Erbs werden gerade die Maschinen und Geräte ins Freie gebracht. Die Störche, die vor 20 Jahren wieder auf die Esse zurückkehrten, gehen auch ihrem Tagesablauf nach. Andreas Fischer, der Storchenbeauftragte der Region, lässt eine neue, künstlerisch gestaltete Infotafel am Brennofen aufbauen und wird zudem einen Nistkasten für Turmfalken am Trockenschuppen anbringen. Der Eintritt für Führungen beträgt weiterhin zwei Euro für Erwachsene, für Kinder die Hälfte. Sonntags ist von 13 bis 17 Uhr sowie nach Absprache geöffnet. Verantwortlich für das stadthistorische Museum und das technische Denkmal ist der Verein für Heimatkunde zu Pegau.

Von lvz

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