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Borna Stadtrat Borna: Getreidespeicher muss weg
Region Borna Stadtrat Borna: Getreidespeicher muss weg
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05:12 29.09.2018
Der Bornaer Stadtrat. Quelle: Jens Paul Taubert
Borna

Der ehemalige Getreidespeicher in der Deutzener Straße in Borna soll verschwinden. Dafür hat der Stadtrat auf seiner Sitzung im Goldenen Stern vorgestern Abend die Weichen gestellt. Der Zustand des Gebäudes weiche von dem vergleichbarer Bauwerke, „die ordnungsgemäß unter- und erhalten worden sind“, wie es in der Begründung der Beschlussvorlage heißt, „in extremer Weise ab“.

Seit Jahren dem Verfall preisgegeben: die Ruine in der Deutzener Straße. Die Aufnahme entstand im Winter. Quelle: Julia Tonne

Das Gebäude sei abgenutzt, alt und von Witterungseinflüssen gezeichnet. Es beeinträchtige in „seiner äußerlichen Beschaffenheit“ das Straßen- und Ortsbild. Es mache einen „verwahrlosten und heruntergekommenen Eindruck“. Die bestehenden Mängel könnten nicht durch eine Modernisierung oder Instandsetzung behoben werden, heißt es in der Vorlage weiter. Die Kosten für den Abriss will die Stadt dem Eigentümer in Rechnung stellen. Es handele sich um eine „Schrottimmobilie“, die als „städtebaulicher Missstand“ beseitigt werden müsse.

OBM: „Sicherheit nicht mehr gewährleistet“

„Die Sicherheit ist dort nicht mehr gewährleistet“, sagte Oberbürgermeisterin Simone Luedtke (Linke.) Deshalb bleibe nur noch der Abriss. Immerhin, so die Rathauschefin weiter: „Es gibt auch schon Interessenten dafür.“

Die Kosten für den Abriss beziffert die Stadt auf 96 000 Euro. Die will die Kommune dem Eigentümer in Rechnung stellen, der dazu verpflichtet sei, die Kosten zu tragen. Scheitere das, soll das Geld im Rahmen einer Zwangsversteigerung wieder in die Stadtkasse kommen. Zudem könne die Stadt die Immobilie auch selbst ersteigern, so Luedtke weiter.

Grundschule hatte schon im März Abriss gefordert

Bereits im März hatten die Grundschule Borna West und ihr Schulförderverein den baldigen Abriss der Ruine gefordert. „Das Gebäude ist nicht nur ein Schandfleck, sondern vor allem eine Gefahr für unsere Kinder“, hatte Schulleiterin Waltraud Voigt deutlich gemacht. Immer wieder seien Dachziegel heruntergekommen und auf dem Gehweg gelandet. Zumal der Fußgängerüberweg unmittelbar vor der Ruine entlanglaufe und die Kinder diesen auch mehrmals täglich nutzen würden. Gesichert werde der ehemalige Getreidespeicher immer nur dann, wenn wieder Einzelteile herabgefallen seien, hieß es.

Von Nikos Natsidis

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