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Stadtrat debattiert über Spielplatz im neuen Eigenheimgebiet in Kitzscher

Erschließung vergeben Stadtrat debattiert über Spielplatz im neuen Eigenheimgebiet in Kitzscher

Im Zusammenhang mit der Planänderung für das Wohnungsbaugebiet in Kitzschers Nordwesten beschäftigte ein Streit um die Notwendigkeit eines Spielplatzes den Stadtrat. Ab 4. Oktober können die Pläne im Bauamt öffentlich eingesehen werden. Der Rat hat die Erschließung für den zweiten Bauabschnitt vergeben.

Blick auf das Rathaus von Kitzscher. Hier liegen die Pläne für das Wohngebiet ab 3. Oktober im Bauamt aus.

Quelle: Jens Paul Taubert

Kitzscher. Im Zusammenhang mit der Planänderung für das Wohnungsbaugebiet in Kitzschers Nordwesten beschäftigte ein Streit um die Notwendigkeit eines Spielplatzes den Stadtrat. Die Stadt will den bestehenden Bebauungsplan von einem Wohn- und Mischgebiet, in dem sich auch Betriebe ansiedeln könnten, in ein reines Wohngebiet ändern. Zusammen mit dem bereits besiedelten ersten Bauabschnitt „Am Eichholz“ soll das Gelände zwischen Trageser Straße, Randsiedlung und Neudorf den vorliegenden Plänen nach mehr als 80 Grundstücke bieten. Vom 4. Oktober bis zum 3. November können die Pläne im Bauamt öffentlich eingesehen werden. Die Eigenheimparzellen im zweiten Bauabschnitt sind derweil schon fast alle verkauft, die Erschließung soll noch in diesem Jahr beginnen.

Ex-Bürgermeister und Stadtratsmitglied Hartmut Harbich (CDU) warf die Frage auf, ob bei dieser Größenordnung ein öffentlicher Spielplatz mit eingeplant werde. Bürgermeister Maik Schramm (Freie Wähler), entgegnete, ein Spielplatz sei von den Anwohnern nicht gewollt. Dabei bezog er sich auf eine frühere Unterschriftensammlung. Bauherren „Am Eichholz“, sagte er der LVZ, hätten in einer früheren Phase den Bau eines Spielplatzes abgelehnt.

Harbich wiederum setzte dagegen, diese erste Befragung habe zu einer Zeit stattgefunden, als sich auf dem Gebiet noch nicht so viele junge Familien angesiedelt hatten. Rainer Groß (SPD), stellte die Notwendigkeit für einen öffentlichen Spielplatz im Eigenheimgebiet in Frage. „Die Familien bauen sich selbst ihre Spielplätze“, sagte er. Etwas anderes sei das in einem Gebiet mit Wohnblöcken. Zugleich wies Groß auf die finanzielle Lage der Stadt hin und meinte, man müsse die Leute fragen, ob sie bereit wären, einen Spielplatz mit zu bezahlen.

Schramm erklärte, sollte das Landratsamt bei der Größenordnung des Baugebietes einen Spielplatz fordern, hätte man kein Problem damit, den zu bauen. Man müsse jedoch jetzt noch nicht darüber diskutieren, sagte er den Stadträten. Das Planverfahren für das Wohngebiet stehe erst am Anfang und werde „bestimmt ein Jahr dauern“, so Schramm. Über die Notwendigkeit eines Spielplatzes soll jetzt zunächst im Technischen Ausschuss weiter beraten werden.

Vorläufig beschloss der Stadtrat die Auftragsvergabe für die Erschließung des zweiten Bauabschnittes. Zwölf Firmen hatten ein Angebot abgegeben. Das günstigste kam von der Firma Umwelt 2000 aus Leipzig mit einem Preis von rund 417 000 Euro. Einschließlich aller Nebenkosten für Gutachten, Vermessung, Honorare und so weiter kommt die Stadt bei der Erschließung des zweiten Bauabschnittes auf Kosten von rund 606 000 Euro, erklärte Schramm der LVZ. Nach dem Verkauf der Grundstücke gehe das „positiv aus“, sagte er auf Anfrage im Stadtrat. Eine genaue Rechnung wollte das Stadtoberhaupt öffentlich nicht aufmachen.

Von André Neumann

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