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Borna Stadtwerke spendieren Beamer: Nun gibt es Sommerkino
Region Borna Stadtwerke spendieren Beamer: Nun gibt es Sommerkino
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11:02 14.04.2018
Wenn auf dem Volksplatz der erste Kinofilm über die Leinwand flimmert, dürfte es ähnlich voll werden wie bei der Apres-Ski-Party. Quelle: Julia Tonne
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Borna

Für viele Bornaer dürfte ein großer Wunsch in Erfüllung gehen: Künftig lädt der Volksplatzverein zum Sommerkino ein. Allerdings nicht nur einmalig, sondern sechsmal im Jahr. Mit anderen Worten: Borna ist demnächst stolzer Besitzer eines Open-Air-Kinos. Möglich machen das sowohl der Verein selbst als auch die Städtischen Werke Borna (SWB), die den passenden Beamer spendiert haben.

Premiere am 25. Mai

Der erste Film soll bereits am 25. Mai über die mit 504 Quadratmetern größte Leinwand Europas flimmern – anlässlich des 25. Geburtstags der SWB, die das Jubiläum auf dem Volksplatz feiern. Welcher Film zu sehen sein wird, steht jedoch noch nicht fest, „selbst wir hier im Haus sind uns uneins, in welche Richtung es gehen soll und was am besten passt“, sagt Geschäftsführer Jan Hoppenstedt.

Allerdings ist er sich sicher, dass ein Streifen gefunden werde, der etliche Besucher auf die Kinobänke locke. Schließlich sollen auch Popcorn und Getränke nicht fehlen.

Viele wünschen sich Kino

Nicht nur die Bornaer selbst hatten des Öfteren den Wunsch nach einem Kino geäußert, auch Falk Opelt, Vorsitzender des Volksplatzvereins, hegte den Wunsch nach einem Beamer, um den Volksplatz weiter mit Leben zu füllen. „Die Leute haben immer wieder nachgefragt, ob und wann es möglich ist, aber ganz so einfach war es nicht“, macht er deutlich.

Denn allein das Gerät, das eine erforderliche Reichweite von 68 Metern schaffen müsse, würde mit einigen Tausend Euro zu Buche schlagen, die der Verein nicht selbst finanzieren könne. Mit der Zusage der SWB, den Beamer zu finanzieren, gehe nun auch für ihn ein Traum in Erfüllung.

Gespräche mit Leipziger Filmclub

Klar ist mittlerweile auch, wie die Organisation funktionieren soll. Im Gespräch ist der Volksplatzverein mit dem Leipziger Filmclub „Andrea Doria“, der für die Vorführungen verantwortlichen zeichnen könnte. Würde der Volksplatzverein selbst die Vorführungen übernehmen, bräuchte er eine sogenannte Kinonummer.

Aller Voraussicht nach kostet der Eintritt dann etwa fünf Euro pro Person, mit den Einnahmen deckt der Verein die Miete des Filmclubs. Der Eintritt am 25. Mai ist übrigens kostenlos.

Geplant ist Filmmix für alle Generationen

Dieser Tage sind die ersten Proben über die Bühne gegangen. Ein Ergebnis davon: Der Beamer braucht ein anderes Objektiv, damit das Bild auf der Leinwand auch groß ankommt und nicht im Miniaturformat. Außerdem wurden alte Lautsprecherkabel reaktiviert.

Am Filmrepertoire arbeiten die Mitglieder des Vereins hingegen noch. „Auf jeden Fall wird es einen Mix geben, bei dem für alle Generationen was dabei ist“, sagt Opelt. Und auch die Anschaffung einer Popcornmaschine stehe auf der Agenda.

Übertragung der Fußball-WM erst in vier Jahren

Auf Public Viewing während der Fußball-Weltmeisterschaft hingegen müssen die Fans verzichten. Was nicht am Verein und auch nicht am neuen Beamer liegt, sondern vielmehr an den Anpfiffzeiten. „Wenn die Spiele am Nachmittag und am frühen Abend übertragen werden, ist es schlicht noch zu hell, um sie zu zeigen“, erklärt Opelt.

In vier Jahren aber, wenn die Bilder aus Katar kommen, werden die Spiele gezeigt. Denn gekickt wird dort im November und Dezember, „für unsere Kinogäste schenken wir dann Glühwein aus und halten Decken bereit“, so Opelt weiter.

Er zeigt sich äußerst erfreut über die Entwicklung, die der Volksplatz nun nehmen wird. Denn das Anliegen, das Areal noch weiter zu beleben, ist nicht nur das des Vereins selbst, sondern auch das der Städtischen Werke, wie Hoppenstedt betont.

Von Julia Tonne

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