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Städtepartnerschaft: Ukrainische Ärztin besucht Bornaer Sana-Klinik

Dialog Städtepartnerschaft: Ukrainische Ärztin besucht Bornaer Sana-Klinik

Der Austausch zwischen Borna und der Partnerstadt Irpin wird zunehmend enger. Am Donnerstag war eine ukrainische Ärztin zu Gast, um sich über die medizinische Versorgung in der Sana-Klinik zu informieren. Sie nimmt Eindrücke aus der Notfallaufnahme und der Intensivstation mit.

Beim Rundgang in der Bornaer Notaufnahme (v. li.): Inna Railko, Barbara Artelt, Andreas Klamann, Gerhard Artelt und Constanze Schwarz.

Quelle: Julia Tonne

Borna. Es ist ein Kommen und Gehen: Kaum hat die Bornaer Stadtverwaltung Gäste aus der ukrainischen Partnerstadt Irpin verabschiedet, begrüßen sie schon wieder die nächsten. Die Partnerschaft zwischen beiden Städten entwickelt sich in vielen Bereichen zu einer Kooperation. Am Donnerstag war die stellvertretende Amtsärztin Inna Railko aus Irpin in Borna, um sich bei einem Rundgang durch die Sana-Klinik die Notaufnahme und verschiedene Stationen anzusehen. „Das ist der Beginn eines medizinischen Austauschs“, sagte die 32-Jährige.

Sie ist von Irpins Bürgermeister Vladimir Karplyuk in die Große Kreisstadt entsandt worden, um sich Grundzüge der medizinischen Behandlung anzusehen. „Wir wollen bei uns die Effizienz in Krankenhäusern steigern, das Leistungsspektrum erhöhen und die Gesundheitsvorsorge verbessern“, macht Railko deutlich, deren Gespräche mit den Ärzten von Barbara Artelt übersetzt wurden. Hintergrund sei: Noch immer leide die Ukraine unter dem andauernden Krieg, das Gesundheitswesen spiele eine untergeordnete Rolle und sei zudem Aufgabe der einzelnen Städte.

Rundgang durch die Notaufnahme

Der erste Weg der kleinen Delegation führte Artelt, Railko, Stadtrat Gerhard Artelt und den Chefarzt der Inneren Medizin, Andreas Klamann, in die Notaufnahme. Die dortige leitende Ärztin, Constanze Schwarz, zeigte der Kollegin aus Irpin unter anderem die Schockräume, in denen schwer verletzte und polytraumatisierte Patienten behandelt werden können. Wesentlicher Punkt, den Railko notierte, war die Logistik der Notaufnahme. Denn hier entscheidet sich, ob Patienten sofort in den Operationsbereich verlegt werden, auf die Intensivstation kommen oder stationär weiterbehandelt werden. „Hier greift alles ineinander, Absprachen zwischen den verschiedenen Ärzten sind an der Tagesordnung“, machte Schwarz deutlich.

Eine Kooperation mit der Sana-Klinik steht derzeit trotz des Besuchs noch nicht zur Debatte. „Zunächst einmal bieten wir Hilfestellungen an, wenn es Anfragen von Ärzten aus anderen Ländern gibt, die unser Gesundheitssystem kennen lernen wollen“, betonte Klamann. Aus dem Grund waren weitere Abteilungen während des Rundgangs die Intensivstation mit ihren zwölf Betten und die Palliativstation. „Menschen an ihrem Lebensende werden hier medikamentös so eingestellt, dass wir die Leiden lindern und sie ihre letzten Tage schmerzfrei zu hause verbringen können“, erklärte der Chefarzt. Hand in Hand würden Ärzte, Physiotherapeuten und Seelsorger hier zusammenarbeiten.

Auswertung mit dem Bürgermeister

Viele ihrer Eindrücke hat Railko in Wort und Bild festgehalten, in den nächsten Tagen wird sie den Besuch mit dem Irpiner Bürgermeister auswerten und sich gemeinsam mit ihm Gedanken machen, was davon wie in naher Zukunft umgesetzt werden kann. Und kaum hat sich die Ärztin verabschiedet, steht die nächste Delegation in den Startlöchern. In der kommenden Woche sind ukrainische Lehrer und Schulleiter in Borna zu Gast, um sich den Alltag in Grund- und Oberschule anzusehen und dort jeweils zu hospitieren.

Von Julia Tonne

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