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Standort für Pegauer Skatepark gesucht

Standort für Pegauer Skatepark gesucht


Vor genau einem Jahr fand die erste Besprechung der „BlackBoardKrew" mit Bürgermeister Peter Bringer statt.

. „Seitdem passierte in Pegau Beachtliches, die Eigeninitiative der Jugendlichen hat inzwischen ein ganzes Netzwerk von Befürwortern beeindruckt", sagte Torsten Reiprich, Pfarrer des Kirchspiels Pegau und künftiger Projektträger. Es könne ein großer Schatz für Pegau sein, wenn junge Menschen anfingen, ihre Stadt mitzugestalten, das sei wichtig für die Entwicklung der Demokratie.

Klaus Farin, als Experte für Jugendkultur und -sozialforschung aus Berlin zu Gast, spannte den Bogen vom Spaß am Sport zum gesellschaftlichen Vorteil und Nutzen an Beispielen in Neukölln und einer Thüringer Kleinstadt. Auseinandersetzungen zwischen konkurrierenden Gangs und Szene-Leute, die die Anlagen gemeinsam nutzten, hätten spürbar abgenommen. Ein Bauwerk statt Einsatz von Sozialarbeitern sei zwar kein Wundermittel, aber die bunte Skater-Szene stehe für Werte wie Toleranz, Respekt und Kreativität und sei damit auch ein Gegenpol zum eher für nonverbale Übergriffe bekannten rechten Milieu. Ganz professionell stellten die Jugendlichen selbst ihr Projekt vor. Ihr jüngster Erfolg: 2000 Euro vom Sächsischen Aktionsprogramm „Hoch vom Sofa!", das Projektideen von Kindern und Jugendlichen fördert. Die gleiche Summe spendierte die Mibrag auf einem Weihnachtsscheck. Höhepunkte der Chronik: Kooperationsvereinbarungen zwischen evangelischer Jugendarbeit im Kirchenbezirk, Flexiblem Jugendmanagement und dem evangelisch-lutherischen Kirchspiel Pegau, der Bewilligungsbescheid über 16 300 Euro Fördermittel aus dem Lokalen Aktionsplan (LAP) und ein Selbstbau-Workshop, in dessen Rahmen die benötigten Elemente in Bauteilen gefertigt wurden. Die sind nun eingelagert, bis sich ein geeigneter Platz findet. Voraussetzung ist eine asphaltierte Fläche von 15 mal 30 Metern.

Über diese wurde rege diskutiert. Zentrumsnah und gut zu erreichen solle sie sein, dennoch wegen möglicher Lärmbelästigungen weit genug entfernt von Wohnbebauungen. Christian Andrae, ehemals Profi-Skater und kompetenter Berater, beruhigte: „Das lauteste ist ein Freudenschrei, wenn mal ein Sprung gelungen ist." In Halle-Neustadt betreue er Mitteldeutschlands größte Skater-Anlage, in 50 Metern Entfernung liegt eine Poliklinik, Probleme habe es nie gegeben. „Wir haben viele Standorte geprüft, einige sind nicht geeignet", so Bauamtsleiter Gunter Grothe. Fazit der Bürger-meinungen: Das Vorhaben finden alle bewundernswert, nur solle der Skatepark weit weg von der eigenen Haustür gebaut werden. Rege Diskussionen kamen auch rund ums Thema Vandalismus auf, da es bereits einmal eine solche Anlage gab, die sinnlos zerstört wurde. „Mein Gesamteindruck: Der Platz am Stadtbad wird favorisiert", fasste Jugendwart Andreas Bergmann vom evangelischen Kirchenbezirk zusammen.

Nächster Schritt sei nun die Vorstellung vor den Stadträten. „Der Skatepark hat aber nur dann eine Chance, wenn die Pegauer hinter dem Projekt ihrer Jugendlichen stehen", so Torsten Reiprich. „Jetzt kommt es auf die Pegauer an, ihre finanzielle oder ideelle Unterstützung. Bringen Sie ihre Ideen ein, reden oder spenden Sie!" G. Redepenning

Gislinde Redepenning

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