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Borna Standortkonferenz im Industriepark
Region Borna Standortkonferenz im Industriepark
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04:00 10.06.2011
Während der Konferenz in der früheren Schaltwarte. Quelle: Guenther Hunger
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Espenhain

Im Mittelpunkt stand das Thema „Umwelttechnologie als Motor für die Region".

Es soll ein Auftakt für weitere Standortkonferenzen sein, sagte der Chef der Wirtschaftsförderung Landkreis Leipzig GmbH (Will), Rolf Müller-Syring. Ein Ziel sei es, mit solchen Konferenzen den Bekanntheitsgrad der im Industriepark vereinten Standorte Böhlen-Lippendorf, Espenhain und Thierbach zu steigern und ihre Potenziale nach außen zu transportieren. Die gestrige Veranstaltung diente aber zugleich als ein Erfahrungsaustausch und Impulsgeber für die Firmen im Leipziger Südraum.

„In der Branche lässt sich ordentlich Geld verdienen", sagte der Geschäftsführer der Markranstädter Dr. Födisch Umweltmesstechnik AG, Holger Födisch. Sein Unternehmen zählt mittlerweile 250 Mitarbeiter, seit es Mitgesellschafter von Alltec in Eula geworden ist. Födisch führte zugleich vor Augen, wie seine Firma die Betriebskosten für Energie und Wärme durch kluges Energiemanagement und Umwelttechnologie senken konnte. Ansprechpartner für eine energetische Optimierung seien Alltec und die Efa Leipzig GmbH.

Auf die Erfahrung und das Potenzial von Partnern zu bauen, empfahl auch Michael Kubessa, Prorektor der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK). Alle drei Forschungsprofile der größten Fachhochschule Sachsens seien im engeren und weiteren Sinne mit Umweltaspekten verbunden. Die HTWK sei ein wissenschaftlicher Dienstleister, so Kubessa, der die Möglichkeiten von Forschungskooperationen erläuterte. Ansprechpartner in der HTWK seien das Institut für Energie-, Gebäude- und Umwelttechnik sowie das Forschungs- und Transferzentrum.

Landrat Gerhard Gey (CDU) hatte eingangs ebenfalls den Kooperationsgedanken herausgestellt. Wichtig sei es dabei, die Region Leipzig insgesamt zu betrachten und dass Aktivitäten vom Standort ausgehen. Mehrere Beispiele der bereits vorhandenen Vernetzung von Messestadt und den zwei umliegenden Landkreisen beim Marketing nannte Thomas Lingk von der Stadtverwaltung Leipzig. So umfasse die gemeinsame Gewerbeflächen-Datenbank derzeit 51 Objekte aus dem Landkreis Leipzig. Bei Messen trete die Region gemeinsam auf und präsentiere ihre Industriestandorte. Allerdings „ist der Weg noch weit, um als Region national ganz stark zu sein".

Über die Herausforderungen in Sachen Energie und Umwelt sprach Ulrich Kraus, Abteilungsleiter im Dresdner Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Die Umwelttechnologie werde die Technologie der Zukunft sein, und der Markt sei groß. „Wenn die Unternehmen der Region darauf reagieren, ist ihre Chance groß."

Bei aller Umwelttechnologie, „die Region braucht neue Betriebe, braucht eine Produktion, die Werte schafft", sagte Konferenzteilnehmer Jörg Mueller, Sprecher der Lobbe Industrie Service, nach der Veranstaltung. Und sie brauche eine lokal aufgestellte Wirtschaftsförderung, wandte er sich gegen das Bestreben, den hiesigen „Regieführer" Will liquidieren zu wollen.

Frank Prenzel

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