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Borna Startschuss für Bornas Lärmschutz
Region Borna Startschuss für Bornas Lärmschutz
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18:37 15.11.2012
Beim Startschuss vor den Toren Bornas. Quelle: Jakob Richter
Borna

Das anderthalb Kilometer lange Bauwerk schützt den Bornaer Osten vor den Geräuschen der künftigen Autobahn 72. Die Arbeiten entlang der derzeitigen Ortsumfahrung sollen im Mai abgeschlossen sein.

„Wir befinden uns mit der A 72 auf der Zielgeraden", sagte Morlock. Im Sommer 2013 werde die A 72 von Chemnitz bis Borna durchgängig befahrbar sein. Dann werde auch der Lärmschutzwall gebraucht, weil der Verkehr auf der derzeitigen Ortsumfahrung stark zunehmen werde. Pläne, den Verkehr während der Bauzeit durch die Leipziger Straße zu leiten, sind nach Protesten der Stadtverwaltung, Angaben von Oberbürgermeisterin Luedtke zufolge, vom Tisch. Die Ortsumfahrung bleibt auch während der Bauarbeiten befahrbar. Die Kosten für die Errichtung des Lärmschutzwalls belaufen sich auf drei Millionen Euro, sagte Morlock. Für die Verlängerung der Autobahn bis Rötha stünden die Chancen nicht schlecht. Trotz der Klagen zweier Anlieger (die LVZ berichtete) gebe es einen gültigen Planfeststellungsbeschluss, so Morlock weiter. „Der ist auch vollziehbar." Die Klagen richteten sich nicht grundsätzlich gegen die A 72. Allerdings stehe die Ausführungsplanung für die Trasse noch aus, die europaweit ausgeschrieben werden müsse. Mit der Verlängerung der Autobahn sei deshalb nicht vor dem Jahr 2017 zu rechnen. „Wenn es sehr gut läuft, vielleicht ein Jahr eher." Das gilt als zeitnah, wie Barbara Fahland, Projektleiterin der Deutsche-Einheit-Fernstraßenplanungs- und bau GmbH (Deges), sagte. Sollte dieser Zeitplan eingehalten werden, sei keine Lärmschutzwand für die Siedlung Kesselshain nötig. Die ist aktuell auch nicht vorgesehen, „weil die Straße dort abgesenkt wird, so dass der Lärmpegel sinkt", sagte die Deges-Frau. Wann allerdings die Autobahn dereinst bis Leipzig durchgängig befahrbar sein wird, darüber hüllte sich der Wirtschaftsminister in Schweigen. Dazu seien ebenso wenig konkrete Aussagen möglich wie zu der Frage, inwieweit die Trasse das Markkleeberger Agra-Gelände mit einem Tunnel durchquert werde. Von den Befürwortern eines Tunnels gebe es den Vorschlag, den Querschnitt der Straße zu verringern. Das aber, so Morlock, hätte zur Folge, dass der Tunnel bei Bauarbeiten nicht mehr vierspurig nutzbar wäre. Hier seien die Städte Leipzig und Markkleeberg gefragt. „Deren Entscheidung würden wir dann ans Bundesverkehrsministerium weiterreichen." Allerdings zeigte sich Morlock skeptisch, was die Mittel für einen Tunnel in der Verlängerung der künftigen A 72 anbelangt. Der Haushalt des Bundesverkehrsministeriums sei diesbezüglich „chronisch unterfinanziert". Optimistischer gab sich Morlock für die nähere Zukunft der Autobahn. Im nächsten Jahr könnten die Autos zwischen Chemnitz und Leipzig via A 72 und B 95/B 2 vierspurig fahren.

Nikos Natsidis

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